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Sachsen verbessert schrittweise Personalsituation in Kitas

Nach schlechtem Abschneiden bei Studie Sachsen verbessert schrittweise Personalsituation in Kitas

Sachsen will in Kindergärten und Krippen mehr Erzieher einsetzen. Von September an soll ein Erzieher für 12 Kinder zuständig sein, teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Bereits im September 2015 sei der Betreuungsschlüssel im Kindergarten von 1:13 auf 1:12,5 gesenkt worden.

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Der Betreuungsschlüssel in den Krippen soll vom nächsten Jahr an schrittweise verbessert werden.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen will die rote Laterne bei der Betreuung von Krippenkindern in Deutschland loswerden. Das Kultusministerium bekräftigte am Mittwoch die bereits angekündigte Reduzierung des Personalschlüssels in Kindergärten und -krippen. Damit reagierte das Ministerium auf das schlechte Abschneiden des Freistaates beim „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung. Demnach ist Sachsen bei der Betreuung in Krippen bundesweit Schlusslicht - eine Fachkraft kümmert sich im Schnitt um 6,4 Kleinkinder. Ab 2017 soll das schrittweise verbessert werden, 2018 soll dann ein Erzieher für fünf Krippenkinder zuständig sein.

Den Grünen ist das zu wenig. Sie verlangen ein Betreuungsverhältnis von 1:4. „Die Staatsregierung agiert spät und zu zögerlich. Mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Tippel-Tappel-Tour wird Sachsen die rote Laterne so schnell jedenfalls nicht los“, sagte die Landtagsabgeordnete Petra Zais. „Wort und Tat stimmen nicht überein. Koalition und Staatsregierung werden nicht müde zu betonen, wie sehr ihnen die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung am Herzen liegen.“ Von dieser Wertschätzung bleibe in der Praxis und bei der Finanzierung aber wenig übrig.

Zais zufolge gehen die schlechten Personalschlüssel nicht nur zu Lasten der Qualität, sondern beeinträchtigen auch die Gesundheit der Erzieherinnen. Das gut ausgebildete Personal werde „auf Verschleiß“ gefahren. Der von Schwarz-Rot geplante Einsatz von Assistenzkräften ab 2017 werde daran nichts ändern. Sie dürften nur unter Anleitung und Begleitung tätig werden.

Beim Ländermonitor sieht Sachsen auch in puncto Kindergärten nicht gut aus. Hier steht Sachsen mit einem Betreuungsschlüssel von 1:13,5. Nur Mecklenburg-Vorpommern ist noch schlechter. Stichtag für die Erhebung war der 1. März 2015.

Sachsen hat die Relation inzwischen verbessert. Ab September soll ein Erzieher für zwölf Kinder verantwortlich sein. Bundesweit lagen 2015 die Relationen bei 1:4,3 (Krippe) und 1:9,3 (Kindergarten). Das Kultusministerium in Dresden macht geltend, dass die Unterschiede zwischen den Bundesländern auf unterschiedlich erfassten Daten fußen.

Damit allen eine gute Kita-Qualität geboten werden könne, bräuchte es laut Bertelsmann Stiftung ein Betreuungsverhältnis von 1:3 bei den Kleinsten. Bei den Kindergartenkindern sollte sich eine Erzieherin nicht um mehr als 7,5 Kinder kümmern müssen. Um die Empfehlung zu erreichen, müssten in Sachsen den Berechnungen zufolge rund 16 900 Vollzeitkräfte eingestellt werden. Das würde das Land jedes Jahr rund 774 Millionen Euro kosten - zusätzlich.

dpa

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