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Sachsen im Klimawandel - 2012 zu warm und mit Extremen

Sachsen im Klimawandel - 2012 zu warm und mit Extremen

in Sachsen wird die Tendenz zu Extremen weiter zunehmen. „Der Klimawandel steht nicht vor der Tür, wir befinden uns mitten drin, spürbar und erlebbar“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Offenbach, Paul Becker, am Freitag in Dresden.

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2012 war es in Sachsen zu warm.

Quelle: dpa

Rekordhitze und Unwetter. Die Sachsen müssten künftig immer wieder mit größeren Überraschungen rechnen, sagte Wilfried Küchler vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

„In der Grundtendenz geht es um Wärmeextreme.“ Landesamt und Deutscher Wetterdienst legten erstmals eine gemeinsame Auswertung zur Entwicklung von Witterung und Klimaveränderung in Sachsen vor. Danach war es 2012 im Freistaat zu warm, vor allem im Frühjahr und im Sommer. „Bezogen auf den Sommer war es nach 2010 das zweitwärmste Jahr auf der Nordhalbkugel“, sagte Küchler. Winter und Sommer zu warm und zu feucht, Frühjahr zu warm und zu trocken, Herbst etwas zu warm, heißt es in der Jahresbilanz.

Die Temperatur insgesamt lag um ein Grad über dem Mittel von 1961 bis 1990 - mit Rekordmarken von -28,2 Grad am 6. Februar in Deutschneudorf-Brüderwiese und 39,8 Grad am 20. August in Dresden-Hosterwitz. Am kältesten war es in der ersten Februarhälfte mit mehreren Tagen unter -20 Grad, am wärmsten Ende Juli mit 21 bis 23 Grad im Mittel. „Klärchen“ habe Überstunden gemacht, sagte Falk Böttcher vom DWD in Leipzig.

Bedingt durch die Erwärmung der Arktis, die großen Einfluss auf die Witterung in Europa habe, gab es zudem extreme Wetterlagen: häufige Wechsel gegensätzlicher Luftmassen in kurzer Zeit, extreme Kälte Anfang Februar, Rekordhitze im August, ein direkter Wechsel vom Spätsommer zu Frühwinter Mitte Oktober und „Aprilsommer“. „Da brachte heiße Luft aus Afrika die Temperaturen auf Rekordwerte“, sagte Böttcher. Absolut neu seien auch die massiven Schneefälle schon Ende Oktober auch im Tiefland gewesen.

Während das Frühjahr das zweite Jahr in Folge sehr trocken war, fiel im Sommer besonders im Osten des Landes zu viel Regen im Sommer. In Sachsen gibt es 30 Wetterstationen und rund 70 zusätzliche Niederschlagmessstellen sowie 77 Ehrenamtliche, die die Entwicklung der Natur beobachten.

dpa

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