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Sachsen halbiert Unterbringungskapazität für Flüchtlinge

Veränderungen auch in Dresden Sachsen halbiert Unterbringungskapazität für Flüchtlinge

Angesichts des anhaltend niedrigen Flüchtlingszuzugs fährt Sachsen seine Kapazitäten zur Erstaufnahme von Asylsuchenden um die Hälfte herunter. In Dresden bleiben die Einrichtungen an der Hamburger Straße (bis zu 1.600 Plätze) und der Bremer Straße (500 Plätze) in Betrieb.

Erstaufnahme-Einrichtungen an der Hamburger Straße in Dresden.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Sachsen halbiert wegen niedriger Flüchtlingszahlen seine Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Zwölf dieser Quartiere werden bis Jahresende komplett geschlossen, darunter die umstrittene Unterkunft in Chemnitz-Einsiedel. Ein entsprechendes Konzept legte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Dienstag dem Kabinett vor. Demnach werden statt der bisher insgesamt 15 000 Plätze nur noch gut 5100 dauerhafte Plätze vorgehalten und 2400 Plätze als Sicherheitsreserve. Bei den Entscheidungen zur Stilllegung habe man sich nicht davon leiten lassen, ob es dort Proteste gab, sagte Ulbig mit Blick auf Einsiedel.

In Dresden bleiben die Erstaufnahme-Einrichtungen an der Hamburger Straße (bis zu 1.600 Plätze) und der Bremer Straße (500 Plätze) in Betrieb, letztere bis zum Nutzungsbeginn einer Einrichtung am Hammerweg voraussichtlich Mitte 2018 (700 Plätze). Als Sicherheitsreserve fungiert die Unterkunft an der Stauffenbergallee (500 Plätze), die im Standy-By-Modus bleibt. Stillgelegt werden die Einrichtungen an der Blasewitzer/Fetscherstraße (700 Plätze) und am Dresdner Flughafen (600 Plätze) bis zum 31. Oktober. Der Standort in Dresden-Gittersee ging nie in Betrieb und ist bereits endgültig geschlossen.

Mit der Reduzierung der Kapazitäten werden auch weniger Helfer benötigt. Allein beim Deutschen Roten Kreuz, das viele Erstaufnahmeeinrichtungen betreute, sind 125 Helfer betroffen. Das DRK kritisierte am Dienstag, dass die Mitarbiter das aus den Medien erfuhren und nicht vorher benachrichtigt werden konnten.

Ulbig erinnerte daran, dass seit geraumer Zeit keine Prognosen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mehr veröffentlicht werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe darum gebeten, bei der Bemessung der Kapazitäten Unwägbarkeiten zu berücksichtigen. Deshalb behalte Sachsen auch einen gewissen Puffer an Plätzen. Man werde aber auch künftig verantwortungsbewusst und weitsichtig planen.

Aktuell sind in den Erstaufnahme 1907 Flüchtlinge untergebracht. Damit liegt die Auslastung lediglich bei 24 Prozent. Insgesamt leben momentan 34 278 Asylbewerber im Freistaat. Im vergangenen Jahr waren knapp 70 000 Flüchtlinge nach Sachsen gekommen.

dpa/fs

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