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Sachsen erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Knobloch: "Die alten Dämonen drohen zu erwachen" Sachsen erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

In Sachsen wird am Mittwoch vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Bei einer Gedenkfeier im Sächsischen Landtag warnte Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, vor einem Wiederentflammen des Antisemitismus in Deutschland.

Das Haupttor mit dem höhnischen Spruch "Arbeit macht frei" am ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in Oswiecim, Polen. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das größte Todeslager der Nazis.

Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen wird am Mittwoch vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Bei einer Gedenkfeier im Landtag hielt Charlotte Knobloch die Hauptrede. Die 83-Jährige stand lange an der Spitze des Zentralrates der Juden in Deutschland. Sie warnte vor einem wiederentflammten Antisemitismus. „Die alten Dämonen drohen zu erwachen, auch in Deutschland, auch in Europa“, sagte Knobloch. „Jude - das habe ich persönlich erlebt - ist wieder ein Schimpfwort.“ Die jüdische Gemeinde blicke mit Sorge in die Zukunft. Ausführlich widmete sie sich auch der Flüchtlingskrise. „Es gehört zu den unschönen Wahrheiten, dass Antisemitismus in vielen Heimatländern der Geflüchteten selbstverständlich ist“, erklärte Knobloch.

Am Abend wird in der Dresdner Frauenkirche im Rahmen des Holocaust-Gedenktags das „Requiem für Auschwitz“ von Roger Rathgeb mit den Roma und Sinti Philharmonikern aufgeführt.

In Chemnitz spricht Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) am Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus zu den Einwohnern. Die Stadt Leipzig bat Bürger zur Gedenkstätte Abtnaundorf. Am 18. April 1945 schossen dort Gestapo und SS eine Baracke des ehemaligen Außenkommandos vom KZ Buchenwald mit 300 eingeschlossenen Häftlingen in Brand. Mehr als 80 von ihnen kamen dabei ums Leben oder starben später an ihren Verletzungen.

Die Landesbühnen Sachsen in Radebeul haben eine Doppel-Vorstellung mit Stücken zu den Verbrechen der NS-Diktatur auf dem Programm. Gedenkfeiern gibt es auch in Heidenau, Plauen, Zittau, Torgau, Zwickau und anderswo. Der 27. Januar ist in Deutschland nationaler Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit. Er wurde vom früheren Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 proklamiert. Der Sächsische Landtag richtet seit 2006 jedes Jahr an diesem Tag eine Gedenkfeier aus.

dpa

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