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Sachsen-FDP wettert gegen designierten Parteichef Christian Lindner

Sachsen-FDP wettert gegen designierten Parteichef Christian Lindner

Kurzzeitig klingt Johannes Lohmeyer wie ein Fan von Christian Lindner. "Natürlich hat er eine gute Wirkung, ist eine sympathische Erscheinung und kann gut reden", erklärt der Dresdner Kreisvorsitzende der Liberalen.

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Christian Lindner

Quelle: Federico Gambarini

Nordrhein-Westfalens FDP hat immerhin mehr als fünf Prozent erreicht bei der Bundestagswahl am Sonntag, in Sachsen waren es nur magere 3,1. Doch dann lässt Lohmeyer keinen guten Faden mehr an dem Mann, der gern Bundeschef seiner Partei werden will. "Ich sehe überhaupt nicht, wofür er steht", wettert der Dresdner Hotelchef. Er liegt damit auf einer Linie mit seinem sächsischen Parteichef und Bundesvize Holger Zastrow. Dem Führungspersonal der sächsischen Liberalen ist Christian Lindner, protegiert von FDP-Urgestein und gebürtigem Dresdner Gerhard Baum, ein Graus.

Zastrow spricht sich vehement für eine markante FDP-Linie aus. "Die Zeit des konturlosen Liberalismus, in der wir dem Koalitionspartner gefallen wollten, den Medien und mancher auch nur dem eigenen Spiegel, muss vorbei sein."

Die FDP habe in den letzten vier Jahren mit "seltsamem Elan" rot-grüne Politik mitgemacht, sekundiert Stadt-Politiker Lohmeyer und denkt dabei an die Energiewende einschließlich Atomausstieg. Statt Steuern zu senken, seien neue erfunden worden für Flüge und Brennelemente. Dabei wollte die FDP eigentlich ein Korrektiv für die nach links triftende Union sein. An der Aufweichung der Liberalen habe Lindner "maßgeblich mitgewirkt". Dessen Karrierepläne finden bei Lohmeyer nur ein vernichtendes Urteil: "Da macht sich der Bock zum Gärtner".

Dagegen schlägt die Thüringer FDP moderatere Töne an. "Ich begrüße es, dass Christian Lindner seine Kandidatur angekündigt hat", sagt Landeschef Uwe Barth den DNN. Allerdings sei die Wahl "kein Automatismus". "Lindner ist nicht so groß, dass auf der Kandidatenbühne kein anderer mehr Platz neben ihm hätte." Unabhängig davon hat Lindner laut Barth beste Chancen, FDP-Bundeschef zu werden: "Es gibt gute Argumente für den Chef des größten Landesverbands". Lohmeyer sieht das offenbar anders. Er wünscht sich einen Parteichef, der neue Inhalte auch "glaubwürdig vermitteln" kann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.09.2013

Jürgen Kochinke/Ingolf Pleil

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