Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Ruhiger Wahlauftakt in Sachsen - Parteien schicken bekannte Gesichter ins Rennen

Ruhiger Wahlauftakt in Sachsen - Parteien schicken bekannte Gesichter ins Rennen

Die Bundestagswahl hat am Sonntag in Sachsen ruhig begonnen. Bis 10 Uhr gaben 21,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - inklusive Briefwähler. Damit lag die Beteiligung in den ersten beiden Stunden nach Öffnung der Wahllokale in etwa auf dem Niveau der Bundestagswahl 2009. Direkt im Wahllokal machten am Sonntagvormittag nach Angaben der Landeswahlleitung 10,5 Prozent der Stimmberechtigten ihre Kreuzchen, 2009 waren es 9,9 Prozent.

Voriger Artikel
Anmeldung zu den 1. Dresdner Aktionstagen zur seelischen Gesundheit ab sofort möglich
Nächster Artikel
Sachsens CDU erfreut über Wahlergebnis - SPD: Ziel verfehlt

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) steckte am Vormittag im Wahlbüro seiner Gemeinde in der Grundschule in Panschwitz-Kuckau (Sachsen) seinen Stimmzettel in die Wahlurne.

Quelle: dpa

Als Spitzenkandidaten der etablierten Parteien stehen in Sachsen bekannte Gesichter zur Wahl. Eine Übersicht:

Thomas de Maizière - Der Mann für alle Fälle

phpg2r9yI20120803205536.jpg

Thomas de Mazière.

Quelle: dpa

Seit 1999 ist Sachsen die Wahlheimat vom Thomas de Maizière (CDU). Chef der Staatskanzlei, Finanzminister, Justizminister und Innenminister waren seine Stationen in der Regierung des Freistaats. 2005 wechselte der heute 59-Jährige nach Berlin, als die damals frischgebackene Kanzlerin Angela Merkel rief. Zunächst war er Chef des Kanzleramts, dann Innen- und nun Verteidigungsminister. Seither pendelt der Jurist zwischen Berlin und Dresden. Immer wieder ist er auch in der Gegend um Meißen, wo er seinen Bundestagswahlkreis hat. 2009 holte de Maizière dort 45,2 Prozent der Erststimmen.

Katja Kipping und André Hahn - Erfahrung im Doppelpack

dpa3f8104fff91375950609.jpg

Katja Kipping.

Quelle: dpa

Die Linke setzt bei ihren Spitzenkandidaten auf eine Kombination aus Jung und Alt. Bundesvorsitzende Katja Kipping (35) aus Dresden - einst jüngste Abgeordnete in Sachsens Landtag - sitzt bereits seit 2005 im Bundestag. Sie verkörpert für ihre Unterstützer die moderne Linke, da sie weder aus der alten SED noch aus SPD oder WASG kommt. Bei der Bundestagswahl 2009 fuhr Kipping in ihrem Dresdner Wahlkreis bei den Erststimmen 24 Prozent ein, bei den Zweitstimmen waren es 22 Prozent für die Linke.

php52cAMx20110315152710.jpg

André Hahn.

Quelle: dpa

Die Geschichte von André Hahn (50) dagegen ist wechselvoller, weil länger: Er war während seines Lehrerstudiums in Berlin 1985 in die SED eingetreten und engagierte sich nach der Wende nahtlos in der PDS. Mittlerweile kann er auf 19 Jahre als Landtagsabgeordneter verweisen. Fünf Jahre leitete er die größte Oppositionsfraktion und machte oft mit unerbittlichen Frontalangriffen auf die Koalition von sich reden. Vor einem Jahr gab er dieses Amt ab - nicht an einen wesentlich Jüngeren, sondern zugunsten eines Stilwechsels in der Fraktion.

Thomas Jurk  - Bodenständiger Lausitzer

phptB0G0x20130922114709.jpg

Thomas Jurk.

Quelle: Zeyen

Thomas Jurk (SPD) stieg mit der Wende in die Politik ein. Seither ist der heute 51-Jährige im Landtag aktiv. Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere erlebte er 2004 mit der Wahl zum SPD-Landesvorsitzenden sowie seiner Berufung zum Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef in der damaligen schwarz-roten Koalition. Nach der Landtagswahl 2009, als sich die Union die FDP als Koalitionspartner nahm, warf Jurk das Handtuch - er gab das Amt des SPD-Vorsitzenden ab und konzentrierte sich fortan auf die Arbeit im Landtag. Nun wagt er sich aufs bundespolitische Parkett, die Nominierung ist ein Dank seiner Genossen für geleistete Arbeit.

Jan Mücke - Liberaler Verkehrsprofi

phpj5WG0T20130819104150.jpg

FDP-Kandidat Jan Mücke.

Quelle: André Kempner

In Sachsen wird kaum ein größeres Verkehrsprojekt ohne Jan Mücke (39) auf den Weg gebracht. Der Dresdner ist seit 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und verpasst so gut wie keine Gelegenheit, Politik in Sachsen werbewirksam zu verkaufen. Nun will er zum dritten Mal für die FDP in den Bundestag gewählt werden. Mücke - seit 1991 in der Partei - sagt von sich, dass seine Leidenschaft der Kommunalpolitik gilt. Er saß zwischen 1996 und 2009 im Dresdner Stadtrat, gab das Mandat aber wegen seiner Berliner Aufgaben ab. In seinem Dresdner Wahlkreis kam Mücke 2009 auf 12 Prozent bei den Erststimmen und auf 14,3 Prozent bei den Zweitstimmen für die FDP.

Monika Lazar und Stephan Kühn - Bewährtes grünes Duo

phpJATyjd20130918223030.jpg

Monika Lazar.

Quelle: Andr Kempner

Mit dem Duo Monika Lazar und Stephan Kühn haben sich Sachsens Grüne für zwei Bundestags-Profis als Spitzenkandidaten entschieden. Die Leipzigerin Lazar (45) wurde 1993 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und engagierte sich zunächst in der Kommunalpolitik. Nach zwei vergeblichen Kandidaturen kam sie 2005 doch noch unverhofft in den Bundestag - die Grünen in Sachsen hatten im Herbst zuvor den Sprung in den Landtag geschafft, deren Spitzenkandidatin Antje Hermenau gab deshalb ihr Bundestagsmandat zurück und wurde in der Heimat Fraktionschefin. 2009 kam Lazar in ihrem Leipziger Wahlkreis bei den Erststimmen auf 12,2 Prozent, bei den Zweitstimmen waren es 14,7 Prozent für die Grünen.

phpuDusYU20130309151628.jpg

Stephan Kühn.

Quelle: Archiv

Stephan Kühn (33) stieß 1998 zu den Grünen, zunächst engagierte er sich bei der Grünen Liga. Wie Lazar hat auch er seine Wurzeln in der Kommunalpolitik. Er saß sechs Jahre lang im Stadtrat seiner Heimatstadt Dresden. 2009 zog er über die Grünen-Landesliste in den Bundestag ein. Dort ist er verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, zuvor war er für Baupolitik zuständig. 2009 verbuchte Kühn in seinem Dresdner Wahlkreis 12,4 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen kamen 13,1 Prozent für die Grünen zusammen.

Deutlicher Sieg der CDU in Sachsen bei der Wahl 2009

Bei der Bundestagswahl 2009 ging in Sachsen am Ende erneut die CDU als klarer Sieger vom Platz. Die Partei gewann erstmals nach 1994 wieder in allen Wahlkreisen das Direktmandat. Außerdem entfielen 35,6 Prozent der Zweitstimmen auf die CDU - das war im Vergleich zu 2005 eine Steigerung um 5,6 Punkte. Großer Verlierer war die SPD. Im Vergleich zu 2005 büßte sie 9,9 Punkte ein und kam nur noch auf 14,6 Prozent der Stimmen.

Zweitstärkste Kraft wurde die Partei Die Linke mit 24,5 Prozent (2005: 22,8). Die FDP kam auf 13,3 Prozent (2005: 10,2). Die Grünen verbuchten 6,7 Prozent (2005: 4,8). Die rechtsextreme NPD kam auf 4 Prozent (2005: 4,8).

Die Wahlbeteiligung 2009 lag bei 65 Prozent, 2005 hatten noch 75,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr