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Prozess um Mord ohne Leiche noch vor Anklageverlesung vertagt

Eklat zum Prozessauftakt Prozess um Mord ohne Leiche noch vor Anklageverlesung vertagt

Der Prozess um einen Mord ohne Leiche ist am Landgericht Leipzig noch vor der Verlesung der Anklage unterbrochen worden. Die Verteidigung warf der Staatsanwaltschaft am Dienstag ein schweres Fehlverhalten vor. Anwalt Endrik Wilhelm sieht den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt.

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Der Prozess soll nun am 7. September fortgesetzt werden.

Quelle: dpa

Leipzig. So rätselhaft wie der Fall ist, so holprig hat am Landgericht Leipzig auch der Prozess um einen Mord ohne Leiche begonnen. Das Verfahren wurde am Dienstag noch vor Verlesung der Anklage unterbrochen. Die Verteidigung warf der Staatsanwaltschaft ein schweres Fehlverhalten vor. Der Anwalt Endrik Wilhelm sieht den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt. Er erwägt, eine Einstellung zu beantragen. Der Prozess soll nun am 7. September weitergehen.

Angeklagt sind eine 38-Jährige, ihre Tochter (17) und deren Freund (21). Gemeinsam soll das Trio im November vergangenen Jahres in Leipzig den Ex-Freund der Tochter umgebracht haben. Danach sollen sie dessen Wohnung ausgeräumt und sein Konto geplündert haben. Von dem Opfer fehlt allerdings jede Spur. Wie ein Sprecher des Gerichtes sagte, haben die drei Angeklagten die Tat bestritten oder schwiegen bei der Polizei.

Auslöser des Streits zum Prozessauftakt ist ein Schreiben eines der drei Angeklagten, das unrechtmäßig zu Polizei und Staatsanwaltschaft gelangt sein soll. Bei dem Schreiben handelt es sich laut Wilhelm um eine „Schilderung des Hergangs“, die der 21-Jährige auf arabisch an seinen Anwalt geschickt hatte.

Das mehrseitige Schreiben sei in einem Dolmetscher-Büro gestohlen und der Polizei übergeben worden. Es handele sich um eine geschützte Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant, so der Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft hätte es in den Papierkorb werfen müssen, sagte Wilhelm. Stattdessen sei es in den Akten gelandet.

Der Staatsanwalt wies die Vorwürfe zurück. Die Verantwortung dafür, dass das Schreiben in die Hände der Ermittlungsbehörden geriet, liege beim Anwalt.

dpa

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