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Praxiserfahrung für Jurastudenten: Flüchtlingsberatung

Refugee Law Clinic Praxiserfahrung für Jurastudenten: Flüchtlingsberatung

„Wenn man helfen möchte, dann am besten in dem Bereich, in dem man schon Expertise hat“, sagt Carolin Müller. Sie ist Mitglied des gemeinnützigen Vereins Refugee Law Clinic, der Flüchtlinge in Rechtsfragen berät – gegründet von Jurastudenten der Universität Leipzig.

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Katja Reissig (links) und Carolin Müller beraten Flüchtlinge in der Refugee Law Clinic in Leipzig

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. „Wenn man helfen möchte, dann am besten in dem Bereich, in dem man schon Expertise hat“, sagt Carolin Müller. Sie ist Mitglied des gemeinnützigen Vereins Refugee Law Clinic, der Flüchtlinge in Rechtsfragen berät – gegründet von Jurastudenten der Universität Leipzig.

Mit diesem Projekt haben sich die Studenten auf das Ankommer-Stipendium der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) und der gemeinnützigen GmbH Social Impact beworben. Das Stipendium sorgt einerseits für die Unterstützung ihres Projekts, beispielsweise werden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Andererseits kann ein Preis in der Höhe von 20 000 Euro gewonnen werden. Die Verleihung dieses Preises ist heute Abend in Berlin.

„Wir möchten schon gewinnen“, sagt Katja Reissig. Unter anderem hofft sie, durch die Fördergelder genug in der Vereinskasse zu haben, um den Sprachmittlern eine Aufwandsentschädigung zahlen zu können. Die Übersetzer helfen bei Beratungsfragen. Neben Sprachmittlern sind in der Refugee Law Clinic auch Berater engagiert, die vorher eine Ausbildung durchlaufen. „Ein Semester ist das nur Theorie, ein Semester kommt Praxis dazu und im dritten Semester beraten sie schon selbstständig, können aber noch vertiefende Seminare besuchen“, erklärt Carolin Müller. Die beiden 28-jährigen Jurastudentinnen haben beide ebenfalls die Ausbildung durchlaufen und sind beratend im Verein tätig.

Alle zwei Wochen freitags gibt es Beratungsgespräche in der Friederikenstraße 60h. Dabei komme es vor allem auf die grundsätzlichen Dinge an, berichtet Katja Reissig. Unter anderem, welche Fristen einzuhalten sind, wie sich die Flüchtlinge am besten auf ein Gespräch bei den Behörden vorbereiten. „Es ist schön, mit dem eigenen Wissen Leuten helfen zu können, die sonst keinen Zugang zu einer Beratung hätten“, sagt die Studentin.

Gearbeitet wird immer in Dreierteams. Oft ist die Rechtslage kompliziert. Sollte das Anliegen über das Wissen der Jurastudenten hinausreichen, werden die Asylbewerber zu einem Volljuristen weitergeleitet. „Wir stehen mit einigen Anwälten in Kontakt, die uns dann helfen“, sagt Carolin Müller.

Von Andrea Schulze

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