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Pfarrer fordern mehr Rechte für Homosexuelle - offener Brief mit Leipziger Beteiligung

Pfarrer fordern mehr Rechte für Homosexuelle - offener Brief mit Leipziger Beteiligung

Mehr als 50 Pfarrer aus Sachsen setzen sich für einen anderen Umgang mit homosexuellen Gläubigen und Geistlichen in der sächsischen Landeskirche ein. Sie unterzeichneten einen offenen Brief: „Auch unter Christen - Liebe zum gleichen Geschlecht“.

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Mehr als 50 Pfarrer aus Sachsen setzen sich für einen anderen Umgang mit homosexuellen Gläubigen und Geistlichen in der sächsischen Landeskirche ein. Sie unterzeichneten einen offenen Brief: „Auch unter Christen - Liebe zum gleichen Geschlecht“.

Quelle: dpa

Die Pfarrer, darunter die Superintendenten Matthias Weismann (Borna) und Martin Henker (Leipzig), nehmen „eine offenkundige Not homosexueller Männer und Frauen wahr, denen als Christen vorgeworfen wird, Gottes Wahrheit vorsätzlich zu ignorieren“. Zudem kritisieren sie, dass das Pfarrdienstrecht der Landeskirche schwule und lesbische Geistliche diskriminiere.

Die Pfarrer setzen sich dafür ein, dass homosexuelle Geistliche eine eingetragene Partnerschaft eingehen können, ohne dienstrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch solle diesen Paaren ein Leben im Pfarrhaus erlaubt sein. Anders als in anderen Landeskirchen sei das Pfarrdienstrecht in Sachsen in diesem Punkt noch nicht erneuert worden.

Der offene Brief kommt aus dem Kirchenbezirk Leipziger Land, wo er Ende November nach einem Studientag aufgesetzt wurde. Bis zum vergangenen Freitag hatten ihn insgesamt 53 Geistliche aus ganz Sachsen unterzeichnet. Sie hoffen, damit eine Diskussion in der Leitung der evangelisch-lutherischen Landeskirche befeuern zu können.

Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, sollen den Segen Gottes erbitten können, heißt es in der Erklärung. In der Kirche solle dafür eine eigene liturgische Ordnung erarbeitet und eingeführt werden. Dass aus homosexuellen Partnerschaften „eine Gefährdung von Ehe und Familie als Mandate Gottes erwachsen würde“, können die Unterzeichner des offenen Briefes nicht erkennen.

Superintendent Weismann sagte am Samstag, das Thema polarisiere die Landeskirche stark. Es gebe vehemente Stimmen, die eine Liberalisierung ablehnten. „Der Umgang ist alarmierend. So kann man mit Randgruppen nicht umgehen“, sagte Weismann.

Die Gegner einer Öffnung der Pfarrhäuser für gleichgeschlechtliche Paare haben eine „Markersbacher Erklärung“ verfasst. Dieser haben sich ebenfalls zahlreiche Kirchgemeinden angeschlossen. Bis zur Frühjahrssynode 2012 sollen weitere Unterschriften gesammelt werden.

dpa

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