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Ordenschef weiht Äbtissin im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal

Hirtenstab und Ring Ordenschef weiht Äbtissin im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal

Das Kloster St. Marienthal in Ostsachsen bereitet sich auf eine besondere Zeremonie vor. Zur ersten Äbtissinnenweihe seit 23 Jahren reist auch der Generalabt des Zisterzienserordens aus Rom an.

Die Benediktion der vom Konvent gewählten Schwester M. Elisabeth Vaterodt erfolgt mit einem vom Altbischof des zuständigen Bistums Dresden-Meißen geleiteten Festgottesdienst in dem ältesten Zisterzienserinnenkloster im deutschsprachigen Raum.

Quelle: dpa/Archivbild

Ostritz. Besonderer Akt im Kloster: Die Abtei St. Marienthal in Ostritz (Landkreis Görlitz) bereitet sich auf eine seltene Zeremonie vor. Seit fast einem Vierteljahrhundert erstmals wieder gibt es am Samstag (21. Mai) eine Äbtissinnenweihe. Die Benediktion der vom Konvent gewählten Schwester M. Elisabeth Vaterodt erfolgt mit einem vom Altbischof des zuständigen Bistums Dresden-Meißen geleiteten Festgottesdienst in dem ältesten Zisterzienserinnenkloster im deutschsprachigen Raum. Die 60-Jährige wird dessen 56. Äbtissin.

Vaterodt stammt aus Deuna (Thüringen) und lebt seit fast 30 Jahren in dem Kloster. 1987 legte die gelernte Altenpflegerin das ewige Gelübde ab. Anfangs kümmerte sie sich um die älteren Mitschwestern, seit 1994 hat sie die Verantwortung für die wirtschaftlichen Belange des Konvents. Seit sieben Jahren ist sie die Priorin des Klosters und managte den vier Jahre währenden Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2010, das Millionenschäden hinterlassen hatte.

Die 75-jährige Altäbtissin Regina Wollmann hatte das Amt nach fast einem Vierteljahrhundert aus Altersgründen aufgegeben. Am Samstag wird der Generalabt des Zisterzienserordens, Mauro-Giuseppe Lepori aus Rom, ihrer Nachfolgerin die entsprechenden Insignien überreichen. Sie bekommt den Hirtenstab als Symbol für das Hirtenamt und einen Ring, der die besondere Verbindung zu Kirche und Orden ausdrückt, wie ein Sprecher des Bistums Dresden-Meißen erklärte.

Das Kloster St. Marienthal wurde 1234 von Königin Kunigunde von Böhmen gegründet. Das Gelände der seitdem ununterbrochen bestehenden Abtei liegt direkt an der Neiße im Grenzgebiet zu Polen. Derzeit leben 15 Schwestern im Alter zwischen Mitte 30 und Ende 80 in dem Stift, das jährlich rund 100 000 Besucher zählt. Die Anlage war nach der Wiedervereinigung mit Hilfe der katholischen Kirche, Stiftungen und öffentlichen Geldgebern von Grund auf saniert worden. 1992 wurde ein Begegnungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten eröffnet.

Anfang August 2010 hatte ein Hochwasser Schäden von fast 15 Millionen Euro in der Klosteranlage und an Gebäuden verursacht. In der Kirche stand das Wasser der Neiße über zwei Meter hoch. Die Renovierung des Klosters wurde von Bund und Land gefördert - und ist noch immer nicht ganz abgeschlossen.

dpa

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