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Omega-Wetterlage hat Sachsen im Griff – Parallelen zum Hochwasser 2013

Gewitter und Starkregen Omega-Wetterlage hat Sachsen im Griff – Parallelen zum Hochwasser 2013

Eine Unwetterwarnung jagt die nächste, unvermittelt schüttet es wie aus Eimern oder gewittert. Eine umgekehrte Omegalage hat Sachsen im Griff – und es gibt Parallelen zum Hochwasser-Juni 2013.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Seit Tagen strömen warme und feuchte Luftmassen von Mittelmeer und Adria nach Sachsen, aktuell auch vom Schwarzen Meer. Über Mitteldeutschland setzen sie sich fest, bilden die Keimzelle für Unwetter wie in der Sächsischen Schweiz und örtlichem Starkregen, der am Mittwoch Straßen in Dresden und Leipzig unter Wasser setzte. Manch einer fühlt sich an den Hochwasser-Juni 2013 erinnert. Tatsächlich ist die Wetterlage ähnlich, so Meteorologe Gerold Weber vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig.

Über der Dresdner Innenstadt ist am Mittwochnachmittag ein heftiger Regenguss niedergegangen. Der dauerte zwar nicht lange, sorgte aber trotzdem für „Land unter“.

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Eine umgekehrte Omegalage hat Sachsen im Griff. Entspricht das Strömungsmuster über Europa der bauchigen Form des griechischen Großbuchstabens, kesselt es normalerweise ein stabiles Hoch ein. Diesmal steht das Omega aber Kopf, und im Zentrum befindet sich ein Tief, das kaum von der Stelle weicht.

Trotzdem ist die Situation nicht eins zu eins mit 2013 zu vergleichen, erklärt Weber. „Damals zogen immer wieder Gewitter gegen das Erzgebirge und ostsächsische Mittelgebirge, und zwar stetig auf einer Linie“, so Weber. Diese Konstanz könnten die Wetterexperten derzeit nicht beobachten. Zwar gebe es eine gewisse Häufung starker Gewitter über der Sächsischen Schweiz, „aber nicht mit dieser Niederschlagsmenge wie 2013.“

Keine akute Gefahr an Mulde, Elbe und Weißer Elster

Auch Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen sieht Parallelen zum Flut-Juni vor drei Jahren, weist aber auf die unterschiedliche Ausgangslage hin: „Damals gab es schon im Mai flächigen Regen“, sagt er. Diesmal seien die Böden trocken und aufnahmefähig. Die Karte des Landeshochwasserzentrums zeigt nirgends erhöhte Pegel an. Fast alle Gewässer führen weniger als Mittelwasser, so Bobbe. „Das heißt nicht, das die Situation nicht plötzlich örtlich akut werden kann.“ Doch für Mulde, Weiße Elster und Elbe zeichne sich derzeit keine Gefahrenlage ab. Und wenn es doch ganz dicke kommt, hat Sachsen noch ausreichend Stauraum in petto. „Wir sind mit den Talsperren nicht Oberkante Unterlippe“, so Bobbe.

Die umgekehrte Omega-Lage ist vor allem eines, nämlich stabil. Bis zum Sonntag bleiben die schwül-warmen Luftmassen bestimmend für das Wetter in Sachsen, so DWD-Meteorologe Gerold Weber. Danach gebe es eine kurze Pause. „Und dann müssen wir sehen, wie sich das so einpendelt“, sagt er.

Von Evelyn ter Vehn

Leipzig 51.339695 12.373075
Leipzig
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