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Oberbürgermeisterwahl in Dresden: Gespannte Blicke an die Elbe

Oberbürgermeisterwahl in Dresden: Gespannte Blicke an die Elbe

Am Sonntag sind die Dresdner aufgerufen einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Sechs Kandidaten wollen die Nachfolge von Helma Orosz (CDU) übernehmen.

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Tatjana Festerling, Dirk Hilbert, Lars Stosch alias Lara Liqueur, Stefan Vogel, Markus Ulbig und Eva-Maria Stange (v.l.o).

Quelle: DNN

Die bisherige Amtsinhaberin war Ende Februar aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückgetreten.

Wenn nach Schließung der Wahllokale 18 Uhr die ersten Ergebnisse einlaufen, dann steht Dresden einmal mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen droht der CDU der Verlust einer weiteren Großstadt. Nachdem Chemnitz und Leipzig bereits SPD-regiert sind, droht den Christdemokraten auch das Dresdner Rathaus verloren zu gehen. Von der Popularität seiner Vorgängerin Orosz ist der aktuelle CDU-Kandidat Markus Ulbig weit entfernt. Zwar ist der sächsische Innenminister weitbekannt, droht die Wahl aber deutlich zu verlieren, nachdem er zuletzt auf Landesebene nicht immer eine gute Figur machte und unter anderem bei den Themen Asyl und Pegida ins Schlittern kam.

Das asyl- und islamfeindliche Bündnis ist der zweite Grund, weswegen Dresden im Scheinwerferlicht steht. Erstmals überhaupt hat Pegida mit der Hamburgerin Tatjana Festerling eine eigene Kandidatin in eine Wahl geschickt. Zuletzt gingen die Teilnehmerzahlen der montäglichen Demos jedoch immer weiter zurück, Die offiziell eigenständig antretende Kandidatin Festerling fiel zuletzt vor allem dadurch auf, dass sie ihre Gegner allesamt als „Kinderficker“ beschimpfte. Umso gespannter wird jetzt erwartet, wie hoch der Rückhalt für die selbsternannte Volksbewegung in Dresden tatsächlich ist.

Nach den wenigen Prognosen, die es im Vorfeld gab, dürfte sich zumindest der erste Wahlgang zwischen den beiden Kandidaten Dirk Hilbert und Eva-Maria Stange entscheiden. Hilbert ist nach dem Rücktritt von Helma Orosz amtierender Oberbürgermeister, für den Wahlkampf lässt der Dresdner Wirtschaftsbürgermeister seine FDP-Mitgliedschaft offiziell ruhen. Während Hilbert vom Amtsbonus profitiert, setzt Eva-Maria Stange auf den Rückhalt der Stadtratsmehrheit. Die aktuelle sächsische Wissenschaftsministerin mit SPD-Parteibuch wird neben der SPD auch von den Linken, den Grünen und den Piraten unterstützt. Beiden Kandidaten werden die besten Chancen eingeräumt, als gewählter Chef der Stadtverwaltung ins Rathaus einzuziehen.

Den beiden übrigen Kandidaten Stefan Vogel (AfD) und Lars Stosch alias Lara Liqueur (die PARTEI) gelten als chancenlos.

Wer neuer Oberbürgermeister wird, dürfte am Sonntagabend allerdings noch nicht feststehen. Im ersten Wahlgang ist dafür eine absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen notwendig. Dass ein Kandidat tatsächlich mehr als 50% holen sollte, gilt aber als unwahrscheinlich. Realistisch ist daher ein zweiter Wahlgang, der am 5. Juli stattfinden würde. Dann dürften alle bisherigen Bewerber noch einmal antreten, neue Kandidaten sind nicht zulässig. Wer will, kann aber auch binnen fünf Tagen erklären, dass er am 5. Juli nicht mehr auf dem Stimmzettel stehen wird.

Auf DNN-Online informieren wir am Sonntag umfassend und aktuell über alle Geschehnisse des Wahltages, die Stimmung auf den Wahlpartys und ab 18 Uhr natürlich immer aktuell über den jeweiligen Stand der Auszählung.

sl

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