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OB-Wahl: Stange siegt im ersten Durchgang – Favorit ist jetzt aber Hilbert

OB-Wahl: Stange siegt im ersten Durchgang – Favorit ist jetzt aber Hilbert

Der erste Wahlgang hat den Dresdnern noch keinen neuen Oberbürgermeister beschert. Am Sonntagabend durfte sich Eva-Maria Stange (SPD) über die meisten Stimmen freuen.

Die auch von Linken, Grünen und Piraten unterstützte Wissenschaftsministerin kam auf 36,0 Prozent. Im zweiten Wahlgang ist sie trotzdem nicht die Favoritin. „Gemeinsam werden wir in den nächsten Wochen bis zum zweiten Wahlgang um jede Stimme kämpfen“, schwor Stange ihre Mitstreiter auf harte vier Wochen ein.

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Bis zum Abend um 18 Uhr konnten die Dresdner wählen. Jetzt entscheidet ein zweiter Wahlgang über den neuen Oberbürgermeister.

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Favorit ist nun Dirk Hilbert. Der vor allem von der FDP unterstützte amtierende Oberbürgermeister kam auf 31,7 Prozent. „Wir sind nur einen Wimpernschlag vom Sieg entfernt“, sagte er. Da sich Hilbert, der seine FDP-Mitgliedschaft im Moment ruhen lässt, im zweiten Wahlgang wohl auf die Unterstützung durch CDU und AfD freuen kann, winkt ihm dann die Mehrheit.

Die CDU hingegen erlebte hingegen ein Debakel. Kandidat Markus Ulbig kam nur auf 15,4 Prozent. Die Union verliert damit auch den dritten OB-Posten in einer sächsischen Großstadt. Noch am Wahlabend wurde öffentlich, dass der Innenminister in einem Monat nicht mehr antreten wird. Ob er dann offen Hilbert unterstützt, soll ein Gespräch zwischen beiden am Montag entscheiden. „Eine rot-rot-grüne Mehrheit gibt es nicht. Aus diesem Grunde habe ich mich telefonisch mit Dirk Hilbert verständigt. Wir werden ihnen keine Chance lassen“, so Ulbig.

Auch AfD-Kandidat Stefan Vogel kündigte nach 4,8 Prozent der Stimmen an, im zweiten Wahlgang alles tun zu wollen, um eine Wahl Stanges zu verhindern, was auf eine Unterstützung Hilberts hinaus läuft. „Wir haben in etwa das Ergebnis von der Kommunalwahl bestätigt. Das war unser Ziel. Ob ich in vier Wochen wieder antrete, werden der Kreisvorstand und die Mitglieder entscheiden“, sagte der Kandidat am Abend.

Die Wahl hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, da Pegida erstmals eine eigene Kandidatin ins Rennen schickte. Die Hamburgerin Tatjana Festerling kam auf 9,6 Prozent, womit das Potenzial der Pegida-Unterstützer nun erstmals messbar ist. Das islam- und asylfeindliche Bündnis dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die Wahlbeteiligung auf 51,1 Prozent stieg. Pegida sorgte zudem in vielen Wahlbezirken für ein Novum: Wohl noch nie wurden zu einer OB-Wahl so viele Wahlbeobachter gesehen. Laut Wahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken habe es keinerlei Zwischenfälle gegeben.

Als sechster Kandidat war für „DIE PARTEI“ Lars Stosch alias Lara Liqueur angetreten. Der Spaßwahlkampf brachte immerhin 2,5 Prozent der Stimmen.

DNN

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