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Noroviren breiten sich in Sachsen aus

Noroviren breiten sich in Sachsen aus

Wenn die Abwehrmechanismen im Winter schwächeln, häufen sich nicht nur Erkältungen, auch schwere Magen-Darm-Erkrankungen nehmen zu. So ist die Zahl der Norovirus-Erkrankungen wieder deutlich angestiegen.

Mehrere hundert Erkrankungen registrierte die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) zuletzt wöchentlich in ganz Sachsen. Allein in der letzten Novemberwoche wurden 373 Fälle gemeldet. "Im Herbst und Winter häufen sich die Fälle in jedem Jahr," sagte LUA-Präsidentin Gerlinde Schneider in Dresden. "Die Erkrankungswelle wird sich über den ganzen Winter ziehen, derzeit ist sie aber noch nicht übermäßig hoch."

Bislang wurden für Sachsen in diesem Jahr insgesamt mehr als 7 400 Noroviruserkrankungen gemeldet. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum schon mehr als 8 900 Fälle und im ganzen Jahr 2013 mehr als 10 200. Für 2012 zählte die Behörde sogar etwa 12 900 Noroviruserkrankungen. Allerdings gab es damals auch einen besonders heftigen Ausbruch in mehreren ostdeutschen Bundesländern, der durch verunreinigte Lebensmittel verursacht wurde: Über Catering-Unternehmen waren verunreinigte Tiefkühlerdbeeren vor allem an Schulen und Kitas geliefert worden. Fast 11 000 Menschen waren damals davon betroffen, allein 3 700 in Sachsen.

Noroviren zählen zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Sie verursachen starke Übelkeit, plötzliches Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfälle. Die Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, können aber auch über verunreinigte Lebensmittel wie Salate, Krabben, Muscheln oder auch Getränke weitergegeben werden. Besonders im Winter verbreiten sich die Noroviren schnell. Schneider sagte: "Hauptursache dafür ist die Immunität in der Bevölkerung. In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen keine gute Abwehrlage." Das Ansteckungspotenzial ist dort besonders hoch, wo viele Menschen zusammenkommen. Bei einer Erkrankung wird zu Bettruhe geraten. Es sollte darauf geachtet werden, immer ausreichend zu trinken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2014

Romy Richter

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