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Neuer Wirtschaftsverein für Weltoffenheit sucht Mitglieder

Gegen negatives Image Neuer Wirtschaftsverein für Weltoffenheit sucht Mitglieder

Der neu gegründete Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ will in den nächsten Wochen verstärkt um Mitglieder werben. „Wir wollen die Stimme der Wirtschaft sein, die sich klar zum Thema Weltoffenheit bekennt“, sagte Sprecher Andreas von Bismarck.

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Tausende Menschen beteiligen sich am 10.01.2015 vor der Frauenkirche in Dresden (Sachsen) an einer Kundgebung unter dem Motto «Für Dresden, für Sachsen - für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander». Der Freistaat ist seit mehr als einem Jahr immer wieder durch ausländerfeindliche Aufmärsche und Übergriffe in den internationalen Medien.

Quelle: dpa/Archiv

Chemnitz. Der neu gegründete Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ will in den nächsten Wochen verstärkt um Mitglieder werben. „Wir wollen die Stimme der Wirtschaft sein, die sich klar zum Thema Weltoffenheit bekennt“, sagte Sprecher Andreas von Bismarck der Deutschen Presse-Agentur. Damit reagieren die Unternehmen auf eine teilweise fremdenfeindliche Stimmung im Freistaat, die aus ihrer Sicht den Wirtschaftsstandort gefährdet.

Mitte August stehen daher Infoveranstaltungen in Dresden, Leipzig und Chemnitz an. Das Interesse sei sehr groß, so von Bismarck. Nach der Gründung des Vereins gehe es nun um den persönlichen Dialog mit Unternehmern und Unternehmen. Zu den zehn Gründungsmitgliedern gehören unter anderen der Branchenverband Silicon Saxony oder der Dresdner Verpackungsmaschinen-Spezialist Theegarten-Pactec.

Im Herbst soll es erste Veranstaltungen wie Workshops, Diskussionen oder Tage der offenen Tür in den Mitgliedsunternehmen geben. Dabei geht es laut von Bismarck um aktuelle Themen - und ganz praktische Fragen. „Was sind etwa Hürden, wenn ich einen Flüchtling beschäftigen will?“ Im Moment wird zudem an der eigenen Website, einer Kampagne gegen Fremdenhass sowie ersten Veranstaltungen gearbeitet.

Der Freistaat ist seit mehr als einem Jahr immer wieder durch ausländerfeindliche Aufmärsche und Übergriffe in den internationalen Medien. Es ist laut Verein daher zunehmend schwerer, Fachkräfte aus anderen Ländern für die Elbestadt zu gewinnen. Derzeit gibt es in Sachsen rund 70.000 offene Stellen. „Da muss man sich schon die Frage stellen, warum“, so von Bismarck.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) spricht angesichts des negativen Images von einem „nachhaltigen Schaden“ für die Wirtschaft im Freistaat - auch wenn sich dieser in Zahlen nur schwer beziffern lasse. Der Minister befürwortet daher die neu gegründete Initiative - und wünscht sich, dass sich mehr Unternehmen anschließen.

Der Verein will mit seinen Aktionen für ein besseres Image kämpfen. „Und an konkreten Lösungen arbeiten“, sagte von Bismarck. Dabei gehe es eben nicht nur um Flüchtlinge, sondern allgemein um Zuwanderer - etwa aus anderen Bundesländern. „Im schlimmsten Fall entscheidet sich jemand für einen anderen Job, weil er glaubt, sich hier nicht wohlzufühlen“, so von Bismarck.

dpa

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