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Neuer „Ankunftsnachweis“ für Geflüchtete in Sachsen

Neues System soll Asylverfahren beschleunigen Neuer „Ankunftsnachweis“ für Geflüchtete in Sachsen

Mit einem neuen „Ankunftsnachweis“ will Sachsen künftig das Asylverfahren beschleunigen. Geflüchtete, die künftig im Freistaat ankommen, werden sofort erfasst. Die neue Technik erlaubt es, die Daten mit denen anderer Behörden abzugleichen.

Der neue Nachweis für neu angekommene Asylsuchende

Quelle: BAMF

Dresden. Mit einem neuen „Ankunftsnachweis“ will Sachsen künftig das Asylverfahren beschleunigen. Geflüchtete, die künftig im Freistaat ankommen, werden sofort erfasst. Die neue Technik erlaubt es, die Daten mit denen anderer Behörden abzugleichen.

Insgesamt 30 Arbeitsplätze dafür wurden in Dresden, Leipzig und Chemnitz eingerichtet. Rund 25 Fälle schafft ein Zwei-Mann-Team am Tag, berichten Mitarbeiter. In den ersten Tagen konnten die Mitarbeiter der Zentralen Ausländerbehörde alle Neuankömmlinge sofort mit dem bundeseinheitlichen Ausweis ausstatten.

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Mit einem neuen „Ankunftsnachweis“ will Sachsen künftig das Asylverfahren beschleunigen. Geflüchtete, die künftig im Freistaat ankommen, werden sofort erfasst. Die neue Technik erlaubt es, die Daten mit denen anderer Behörden abzugleichen.

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Dieser gilt für sechs Monate, aber nur solange, bis die betroffene Person ihren Asyl-Bescheid hat. Der Ausweis gilt als Legitimationsnachweis, nicht aber als Reisedokument. Dafür werden neben Namen, Geburtsdatum, Religionszugehörigkeit und einem biometrischen Foto auch die Fingerabdrücke des Asylsuchenden erfasst und sofort mit der Datenbank des Bundesamtes für Migration (BAMF) abgeglichen. Dadurch müssen Daten, die zum Beispiel schon bei der Einreise erfasst wurden, nicht noch einmal aufgenommen werden. Zudem soll so verhindert werden, dass sich mögliche Betrüger unter verschiedenen Identitäten registrieren lassen.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hofft, dass durch das neue Verfahren der Austausch zwischen den Behörden beschleunigt wird. Für jeden Asylsuchenden soll es künftig bundesweit nur noch einen einheitlichen Datensatz geben, auf den alle Behörden wenn nötig zugreifen können. „Das führt im Ergebnis zu schnelleren Verfahren“, so der Minister.

Sachsen beherbergt aktuell rund 2400 Menschen in den 35 Erstaufnahmeeinrichtungen. Zum 30. April kamen in diesem Jahr knapp 7000 Asylsuchende in den Freistaat, das sind ähnlich viele wie ein Jahr zuvor. Zum 30. April waren in Sachsen 39.800 Asylsuchende untergebraucht, davon haben etwa 1200 noch keinen Asylantrag beim BAMF gestellt.

Von S. Lohse

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