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Narren rüsten sich – Schärfere Auflagen für Festumzug in „Rabu“

Faschingsumzüge Narren rüsten sich – Schärfere Auflagen für Festumzug in „Rabu“

Sachsens Narren rüsten sich für den Höhepunkt der Saison – mit Umzügen, Kostümbällen und Elferratssitzungen. Gerade bei größeren Festumzügen müssen die Vereine nach den Ereignissen von Köln zum Teil aber höhere Sicherheitsauflagen beachten – eine Herausforderung.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Sachsens Narren rüsten sich für den Höhepunkt der Saison - mit Umzügen, Kostümbällen und Elferratssitzungen. Gerade bei größeren Festumzügen müssten die Vereine nach den Ereignissen von Köln zum Teil aber höhere Sicherheitsauflagen beachten, sagte der Vorsitzende des Verbands Sächsischer Carneval (VSC), Günter Bührichen. Das sei eine Herausforderung.

So hätten die Veranstalter in der Faschingshochburg Radeburg im Landkreis Meißen das Sicherheitskonzept für den größten Umzug Sachsens überarbeiten und rund 5000 Euro mehr für Auflagen und zusätzliche Sicherheitskräfte ausgeben müssen. Nach Angaben des Dresdner Innenministeriums gibt es derzeit keine „sicherheitsrelevanten Erkenntnisse“. Für die Absprache mit den Karnevalsvereinen vor Ort seien die Polizeidirektionen zuständig.

Zwischen Wittichenau und Schirgiswalde stehen bis zum Rosenmontag am 8. Februar insgesamt 16 Umzüge an. „Wir haben mit den Vereinen gesprochen, Themen wie Flüchtlinge und Asyl nicht in den Umzug hereinzubringen“, sagte Bührichen mit Verweis auf die Ethik-Charta des Bundes Deutscher Karneval. Er hofft, dass es nicht wieder zu Vorfällen wie im vergangen Jahr kommt: Damals hatten fremdenfeindliche Bilder im Faschingsumzug von Reinhardtsdorf-Schöna (Sächsische Schweiz) für heftige Kritik gesorgt.

In Leipzig ziehen die Narren zum „Rosensonntagsumzug“ durch die Innenstadt. Das Förderkomitee Leipziger Karneval hat das Gespräch mit Flüchtlingen gesucht, die in einem Heim entlang der Umzugsstrecke untergebracht sind. Mit Flyern und der Hilfe von Dolmetschern des Flüchtlingsrates haben sie den Neuankömmlingen den Karneval erklärt - und warum die Menschen auf der Straße tanzen und feiern. „Wenn man über die Bräuche nichts weiß, können sie eher bedrohlich wirken und das wollen wir ausschließen“, so Präsident Steffen Hoffmann.

Der größte Karnevalsumzug im Freistaat wird traditionell in Radeburg mit dem Schlachtruf „Rabu“ gefeiert. Am Sonntag vor Rosenmontag (7. Februar) rollen mehr als 70 Festwagen unter dem diesjährigen Motto „Olympiade der Plagiate“ durch die Stadt. Damit seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt, so der Chef des Radeburger Carnevals-Clubs, Olaf Häßlich. Die fünfte Jahreszeit zu feiern, hält der bekennende Faschingsfan auch in politisch schwierigen Zeiten für wichtig: „Gerade dann wollen die Leute mal wieder abschalten.“

Günther Bührichen vom VSC sieht in dem Zuzug von Flüchtlingen eine Chance, junge Asylbewerber in die Arbeit der Karnevalsvereine einzubinden. Die Vereine klagen seit Jahren über Nachwuchssorgen. Es gebe bereits Beispiele, wo sich junge Mädchen in Tanzgruppen engagierten, so Bührichen. Noch stecke die Arbeit aber „in den Kinderschuhen“. Im VSC sind derzeit 179 Vereine mit rund 20 000 Mitgliedern organisiert.

dpa

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