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Nach dem Amtswechsel im Tauschaer Rathaus bewegen sich Gemeinde und Camper aufeinander zu

Nach dem Amtswechsel im Tauschaer Rathaus bewegen sich Gemeinde und Camper aufeinander zu

Zwei Jahre lang trübten Grabenkämpfe die auch bei vielen Dresdnern beliebte Campingidylle am Brettmühlenteich in Zschorna. (DNN berichteten) Jetzt gibt es ein überraschendes Happy End.

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Campingfreunde-Vorstand Roland Helfert kann endlich aufatmen. Für einen langen Streit ist eine Lösung in Sicht.

Quelle: wp

Zur Erinnerung: Die Gemeinde Tauscha als Eigentümerin des Naherholungszentrums hatte 2012 den Campern, die teilweise schon mehr als 50 Jahre nördlich von Radeburg ihr Domizil haben, ohne Vorwarnung ihre unbefristet gültigen Pachtverträge gekündigt.

Mit dem Ziel die auf Privatrecht basierenden Verträge auf ein öffentlich-rechtliches Nutzungsverhältnis umzustellen. Für gehörige Unsicherheit unter den Campern sorgte dabei die Ankündigung der Gemeinde, dass die neuen Verträge jeweils nur ein Jahr gültig sind. Zudem gab es keine Garantie, dass man seine bisherige Parzelle weiterhin behalten kann. Folglich weigerte sich mehr als die Hälfte der Camper, die neuen Verträge zu akzeptieren. Auch weil der damalige Bürgermeister Christian Creutz (parteilos) statt mit dem zwischenzeitlich gegründeten Camperverein zu verhandeln, einen Kleinkrieg anzettelte. Nicht nur ein Kinderfest wurde von Creutz verhindert. Mehrfach wurde die Zufahrt zum Platz blockiert oder gar die Stromversorgung unterbrochen, obwohl die Betroffenen pünktlich ihre Pacht bezahlt hatten. Weil dabei auch verbale Nettigkeiten ausgetauscht wurden, gab es obendrein diverse gegenseitige Strafanzeigen. Am Ende saßen sich die Widerständler und Bürgermeister Creutz mehrfach vor dem Amtsgericht Riesa gegenüber. Beim Versuch die Wortführer per Räumungsklage vom Platz zu schmeißen punktete zwar stets die Gemeinde. Doch die Camper gaben nicht nach und zogen vor das Landgericht Dresden als nächsthöhere Instanz. In der Hoffnung auf Zeitgewinn und dem Wissen, dass in Tauscha Bürgermeisterwahlen stattfinden. Diese Rechnung ging im März voll auf. Ganz offenkundig hatte die große Mehrheit der Wähler genug von den Querelen und wählte den alten Rathauschef aus dem Amt. Neuer Bürgermeister ist seit Ende April Hans-Ullrich Scheibe (parteilos). Als eine seiner ersten Amtshandlungen suchte Scheibe den Kontakt zu den Campingfreunden. Vorstandsmitglied Roland Helfert bestätigte gegenüber den DNN, dass man eine Vertrauensbasis gefunden hat. Dem Kompromiss zufolge akzeptieren die Camper die Verträge der Kommune. Diese sollen jedoch im kommenden Jahr unter Einbeziehung der Betroffenen modifiziert werden, so die Absprache. Damit sind im Gegenzug die offenen Räumungsklagen vom Tisch, zumal die Camper die entstandenen Gerichtskosten übernehmen. Dass auch der Gemeinderat dem Friedensschluss zustimmt, gilt als sicher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2014

Werner Peters

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