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Ministerpräsident Tillich verleiht Orden an Fluthelfer - 400 Auszeichnungen vergeben

Ministerpräsident Tillich verleiht Orden an Fluthelfer - 400 Auszeichnungen vergeben

In einem Festakt in der Dresdner Semperoper sind am Samstag rund 400 Helfer mit dem Sächsischen Fluthelfer-Orden ausgezeichnet worden. Etwa 50 von ihnen erhielten die Ehrung aus den Händen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der in der Feierstunde an die Ereignisse während des Juni-Hochwassers erinnerte.

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) übergibt am 14.09.2013 in der Semperoper in Dresden (Sachsen) einen der Fluthelfer-Orden an den Bundeswehr-Hauptmann Alexander Meinhardt-Heib.

Quelle: dpa

„Tausende haben geschuftet bis zum Umfallen, um das Haus, um die Straße, das Dorf oder die Stadt vor dem Hochwasser zu schützen“, sagte Tillich während der Feierstunde, die musikalisch von der Dresdner Staatskapelle begleitet wurde. Und immer habe es Menschen gegeben, die Zuversicht bewiesen hätten. „Menschen wie du und ich, die da waren, wo Hilfe gebraucht wurde, die Mut machten, die zeigten, wir lassen uns nicht unterkriegen.“

Die 400 ausgezeichneten Fluthelfer stünden stellvertretend für „alljene Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Sachsen, aus den anderen Bundesländern und dem Ausland, die während und nach der Flut angepackt haben“, sagte Tillich. Über 10 000 weiter Vorschläge für den Fluthelfer-Orden lägen der Staatsregierung bereits vor.

Unter den Geehrten war neben vielen Feuerwehrleuten, Bundeswehrsoldaten, Angehörigen von Hilfsorganisationen und anderen Bürgern auch Sören Kristensen, Ortsvorsteher des Werdauer Ortsteils Langenhessen (Landkreis Zwickau). „Ich wurde am 2. Juni kurz vor 2.00 Uhr geweckt“, sagte der 49-Jährige. Da sei die erste Flutwelle der Pleiße durch den Ort geschossen. Den ganzen Tag habe man Menschen in Sicherheit gebracht. Wer ihn vorgeschlagen habe, wisse er nicht. „Ich hätte gern darauf verzichtet, wenn dann auch das Hochwasser nicht passiert wäre.“

„Die Auszeichnung gebührt eigentlich gar nicht mir allein, ich kann sie nur stellvertretend entgegennehmen“, sagte Ronny Becker (49), der als Betriebsleiter eines Schrott-Unternehmens in Elsterstrebnitz (Landkreis Leipzig) arbeitet und mit bis zu zehn Mitarbeitern drei Tage lang gegen die Fluten ankämpfte. „Man müsste den Orden in Scheiben schneiden und allen etwas abgeben.“

Das ihre Mutter Anja Heil wegen ihres Fluteinsatzes mit dem DRK-Ortsverein den Orden bekommen hat, macht die 16-jährige Anne aus Meißen stolz. Die Ehrung geschehe völlig zu Recht: „Weil sie so hilfsbereit ist und sich immer für andere Menschen einsetzt.“

Jeder Helfer, der mindestens 24 Stunden bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Einsatz war, kann mit dem Orden ausgezeichnet werden. Noch bis Ende 2015 werden Vorschläge entgegengenommen.

dpa

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