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Ministerpräsident Tillich: Dank an Helfer und Kampfansage gegen Rechts

"Sachsen hat zwei Seiten" Ministerpräsident Tillich: Dank an Helfer und Kampfansage gegen Rechts

„Es ist mein großer Wunsch, ihnen ehrlich zu danken.“ Mit diesen Worten trat am Abend der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf die Bühne in der Dresdner EnergieVerbund Arena.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sprach am Freitag in der EnergieVerbund Arena in Dresden im Rahmen einer Dankesfeier für Flüchtlingshelfer zu den Gästen.

Quelle: DNN

Dresden. „Es ist mein großer Wunsch, ihnen ehrlich zu danken.“ Mit diesen Worten trat am Abend der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf die Bühne in der Dresdner EnergieVerbund Arena.

Der Freistaat hatte eingeladen, um Sachsen zu danken, die bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen geholfen haben. Dazu hatte der Ministerpräsident seinen Neujahrsempfang umgewidmet und in die Eissporthalle der Landeshauptstadt verlegt. Eine große Bühne stand dort, wo sonst Sport getrieben wird. Rund 2000 Gäste waren eingeladen, 90 haben abgesagt, antwortete Regierungssprecher Christian Hoose auf Anfrage dieser Zeitung. Rund 1000 sind zu der Feier in die Halle nahe der Elbe gekommen.

Tillich kam mit seinem Stellvertreter Martin Dulig (SPD) auf die Bühne. „Es gibt eine zweite Seite in Sachsen, die mich beschämt“, sagte der Ministerpräsident. „Wir haben ein Problem mit dem Rechtsextremismus, wir haben Menschen, die andere verachten, die andere bedrohen.“ Tillich stellte fest, die Teilnehmer der Feier könnten zeigen, dass Sachsen viel mehr als diese zweite Seite ist.

„Was sie täglich tun ist ein starkes Zeichen der Barmherzigkeit und der Hilfsbereitschaft“, sagte der Ministerpräsident zu den Gästen, zu denen unter anderem Vertreter von Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern, den Johannitern und vom Arbeiter Samariter Bund gehörten.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) rief am Freitag in Dresden dazu auf, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus gemeinsam zu überwinden.

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„Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam Wege finden, wie wir fremdenfeindliche Einstellungen überwinden und verhindern können.“ Tillich kündigte an, die Landesregierung werde sich für einen „starken Staat“ einsetzen, der Flüchtlingen Obhut und Schutz bietet und dabei auch die Helfer schützt und unterstützt. Martin Dulig stellte fest, mit der Sprache fange Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit an „und es endet in Gewalt“.

Die Initiative „Dresden für Alle“ nutzte die Veranstaltung, um Tillich einen offenen Brief zu übergeben. Darin fordern die Unterzeichner, rund 600 Privatpersonen und 70 Organisationen, mehr Engagement vom Freistaat gegen „politische Hetzer“. „Wir als Ehren- und Hauptamtliche wollen gehört werden. Aber vor allem wollen wir unterstützt werden“.

Aus Chemnitz reiste eine Abordnung an, zu der unter anderem Etelka Kobuß gehörte, die Migrationsbeauftragte der Stadt. Die rund zwei Dutzend Chemnitzer hielten Buchstaben in die Luft, die zusammen den Satz ergaben: „Wir fordern klare Haltung gegen rechts. Menschenrechte statt rechter Menschen.“ Das sei ausdrücklich als Appell an den Freistaat zu verstehen, sagte Etelka Kobuß.

Christoph Springer

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