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Ministerin Köpping: Integration beginnt im Kindergarten

Flüchtlingskinder Ministerin Köpping: Integration beginnt im Kindergarten

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) setzt bei der Integration von Flüchtlingen auch auf die Jüngsten. „Die Betreuung im Kindergarten ist die beste Möglichkeit, Kinder zu integrieren und damit auch ihre Eltern“, sagte die Ministerin.

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) setzt bei der Integration von Flüchtlingen auch auf die Jüngsten.

Quelle: dpa

Kirchberg. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) setzt bei der Integration von Flüchtlingen auch auf die Jüngsten. „Die Betreuung im Kindergarten ist die beste Möglichkeit, Kinder zu integrieren und damit auch ihre Eltern“, sagte die Ministerin am Montag beim Besuch eines Kindergartens im westsächsischen Kirchberg. Die Einrichtung in Trägerschaft der Johanniter hatte sich nach einem Appell der Politikerin vergangenen Herbst zur freiwilligen Aufnahme von Flüchtlingskindern entschlossen.

Derzeit besuchen 14 Kinder asylsuchender Familien aus Syrien, Afghanistan und dem Irak die Kita, sagte Leiterin Katrin Wieden der Deutschen Presse-Agentur. „An unserem Tisch haben alle einen Platz“, betonte sie. Insgesamt hätten 25 der 156 Kinder einen Migrationshintergrund. Zu Beginn habe es auf Seiten der Eltern und Erzieher einige wenige Vorbehalte gegeben, beispielsweise mit Blick auf Impfstatus oder Sprachbarriere.

Diese Sorgen hätten sich jedoch als unbegründet erwiesen. Von Anfang an habe man sich mit „Händen und Füßen“ verständigen können. Mittlerweile hätten die Kinder bereits gute bis sehr gute Deutschkenntnisse. „Untereinander haben sich die Kinder einfach an die Hand genommen und sich auch ohne Worte verstanden“, sagte Wieden.

Sachsenweit betreuen die Johanniter den Angaben zufolge rund 180 Kindergartenkinder aus Migranten- und Flüchtlingsfamilien. Wie viele geflüchtete Kinder insgesamt in Sachsens Kitas gehen, wird hingegen nicht zentral erfasst. In den Kommunen werde lediglich aufgezeichnet, ob ein Kind einen Migrationshintergrund habe. „Genauere Einzelheiten dürfen aus Datenschutzgründen nicht abgefragt werden“, erklärte Katja Mäder vom Integrationsministerium.

Nach Angaben des Sächsischen Städte- und Gemeindetages besuchten Anfang des Jahres - neuere Zahlen lägen nicht vor - rund 20 000 Kinder mit Migrationshintergrund einen sächsischen Kindergarten. Das entspreche einem Anteil von 6,6 Prozent.

Nach Schätzung von Integrationsministerin Köpping ist etwa ein Drittel der derzeit in Sachsen lebenden 38 000 Flüchtlinge jünger als 18 Jahre.

dpa

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