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Mia und Ben sind die beliebtesten Vornamen der Sachsen in diesem Jahr

Mia und Ben sind die beliebtesten Vornamen der Sachsen in diesem Jahr

Ben und Mia waren in diesem Jahr die beliebtesten Namen für sächsische Babys. Das geht aus den Zahlen des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld aus Ahrensburg hervor, der dafür die Geburtsmeldungen aus 29 Städten Sachsens auswertete.

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Eine Mutter mit ihrem Kind in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Bei den Jungen folgen Finn und Paul auf den Plätzen, bei den Mädchen Hannah und Lilli. Bereits im Vorjahr war Mia der beliebteste vergebene Mädchenname im Freistaat, bei den Jungs ist Ben in diesem Jahr an Paul vorbeigezogen.

Dabei liegt Sachsen klar im deutschlandweiten Trend. Auch bundesweit wurden Ben und Mia öfter vergeben als alle anderen Vornamen. Bielefeld hat ausgerechnet: „Bei der Einschulung des Geburtenjahrgangs 2011 wird es dann bei einer Klassenstärke von 25 Kindern in jeder dritten Klasse eine Mia geben." Neben einer Helena zu sitzen, wird schon schwerer: Mit Platz 50 ist dieser Name nur in jeder 20. Klasse vertreten. Bei den Jungs sind neben Ben der bisherige Spitzenreiter Leon sowie Lukas, Finn, Jonas und Luis die Favoriten - wenn auch in verschiedenen Schreibweisen.

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Hunderte Kinder, zu Fuß oder im Wagen, nahmen am Sonntag bei der Babyparade in Dresden teil und ehrten damit die "Geburtenhauptstadt".

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162.943 Geburtsmeldungen von 427 Standesämtern, Kliniken und Geburtshäusern hat Bielefeld für seine Statistik in diesem Jahr ausgewertet, rund ein Viertel aller 2011 in Deutschland geborenen Babys. Eine offizielle Statistik über Vornamen gibt es nicht; auch die Zusammenfassung der Gesellschaft für deutsche Sprache beruht auf Stichproben, wertet jedoch Vor- und Zweitnamen zusammen aus.

Namen spiegeln immer wieder auch gesellschaftliche Themen wieder. So ist zum Beispiel Kevin - Spitzenreiter bei den Jungs vor genau 20 Jahren - definitiv out und taucht nicht einmal mehr in den Top 100 auf. Das gleiche Schicksal ist Chantal und Mandy widerfahren. Zu groß war die Diskussion um den „Kevinismus/Chantalismus": Eine Studie hatte ergeben, dass Grundschullehrer Schülern mit diesen Namen automatisch schlechtere Noten geben, weil sie damit eigene Unterschichten-Vorurteile verbinden. In der Studie fand sich der böse Satz: „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose."

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DNN Babyaktion 2010: Jordan Constantin: geb. am 25. Oktober 2010, 50 cm, 3470g

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Fest steht nach Angaben des Namensforschers Bielefeld, dass es immer Modenamen geben wird und auch immer die Ausnahme davon: 17 Prozent aller Neugeborenen heißen 2011 wie andere Babys aus den Top Ten. Doch bei ebenfalls 17 Prozent wählten die Eltern einen Namen aus, der nicht einmal unter den 500 beliebtesten ist. Zum Beispiel Hedon oder Sonea-Feline, deren Geburt Bielefeld in der 50. Woche des Jahres verzeichnet hat. Und die Mias und Bens aus diesem Jahr hießen seiner Statistik zufolge vor genau 100 Jahren noch Gertrud und Walter, vor 50 Jahren waren Susanne und Thomas am beliebtesten.

Doch es gibt nicht nur zeitliche, sondern auch regionale Unterschiede: In Bayern schaffen Mia und Ben es nur auf die Plätze fünf und sieben. Im Freistaat nennen Eltern ihre Kinder seit langem lieber Anna und Maximilian. Namen, die es im nördlichsten Bundesland nicht in die Top Ten schaffen - dafür belegt in Schleswig-Holstein aber Ida Platz sieben.

Manchmal beeinflussen auch Promis die Namensgebung: Nach dem Grand-Prix-Sieg von Lena Meyer-Landrut belegte ihr Vorname im vergangenen Jahr den dritten Platz. Doch der Erfolg war von kurzer Dauer: „In diesem Jahr hat Lina durchweg Lena überholt."

Fest steht auch, dass die Deutschen zwar die Hochzeit des Jahres von Prinz William und Katherine Middleton zu Millionen am Fernseher verfolgt haben. Die Begeisterung für die Romanze schlug sich aber nicht in royalen Babynamen nieder: Kein William, keine Kate unter den beliebtesten 25.

sl / dpa

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