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Mehr minderjährige Flüchtlinge - Sachsen hinkt bei Aufnahme hinterher

Neuregelung Mehr minderjährige Flüchtlinge - Sachsen hinkt bei Aufnahme hinterher

Sachsen hinkt bei der Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge noch hinterher. Bislang waren hier vor allem Städte wie München und Hamburg gefordert. Eine Neuregelung sorgt nun für eine bundesweite Verteilung.

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Quelle: dpa

Dresden. In Sachsen hat sich die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) im vergangenen halben Jahr mehr als verachtfacht. Wurden im Mai noch 141 minderjährige Flüchtlinge gezählt, sind es mit Stand 19. November inzwischen 1192, wie Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag in Dresden sagte. Wegen der Neuregelung zur Verteilung der Minderjährigen unter den Bundesländern werde es einen weiteren Anstieg geben. Durchschnittlich würden künftig pro Woche 160 neue unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Sachsen erwartet. Der Anstieg in den zurückliegenden Monaten ergebe sich zum einen durch die gestiegene Zahl der alleinreisenden minderjährigen Flüchtlinge insgesamt. Außerdem sei im Rahmen der zum 1. November in Kraft getretenen Neuregelung das Alter für eine Zurechnung zu dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe von 16 auf 18 Jahre angehoben worden. 

Laut Klepsch ist der überwiegende Teil der alleinreisenden minderjährigen Flüchtlinge zwischen 15 und 16 Jahre alt. Sie stammten vor allem aus Syrien, dem Irak und aus Afghanistan. Seit 1. November werden UMA wie andere Flüchtlinge nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt; bis dato mussten sie an ihrem Ankunftsort betreut und untergebracht werden. 

Laut Klepsch gibt es in Deutschland aktuell über 57.300 UMA. Auf Sachsen entfielen nach dem Königsteiner Schlüssen rund 3000. Hier werde deutlich, dass Sachsen in puncto Aufnahme der Minderjährigen bundesweit noch hinterherhinke, sagte sie. „Wir sind bei den Bundesländern zur Zeit mit reichlich 30 Prozent (der laut Verteilschlüssel aufzunehmenden UMA) die letzten.“ Laut Klepsch muss angesichts der Zahlen auch über eine befristete Aussetzung des Familiennachzugs nachgedacht werden. „Ich halte es nicht für verantwortungsbewusst, wenn Familien Kinder bewusst losschicken, um dann als Familie nachziehen zu können.“

dpa

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