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Mehr Zwillingsgeburten in Sachsen - Zahlen gegenüber 1991 verdoppelt

Mehrlingsschwangerschaften Mehr Zwillingsgeburten in Sachsen - Zahlen gegenüber 1991 verdoppelt

Die Reproduktionsmedizin führt auch in Sachsen zu immer mehr Mehrlingsgeburten. Ihre Zahl stieg zwischen 1991 und 2014 von 274 auf 583 und hat sich damit verdoppelt. Die Geburten insgesamt erhöhten sich um nur 13 Prozent.

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Quelle: dpa

Dresden. Die Reproduktionsmedizin führt auch in Sachsen zu immer mehr Mehrlingsgeburten. Ihre Zahl stieg zwischen 1991 und 2014 von 274 auf 583 und hat sich damit verdoppelt. Die Geburten insgesamt erhöhten sich um nur 13 Prozent. Vor allem Zwillingsschwangerschaften liegen seit Jahren weit über den Zahlen der 1990er Jahre - dank künstlicher Befruchtung und Stimulation bei unerfülltem Kinderwunsch. „Obwohl wir sehr vorsichtig sind“, wie Dr. Maren Goeckenjan vom Dresdner Universitätsklinikum der Deutschen Presse-Agentur sagte.

In der dortigen Geburtsklinik, die alle Mehrlingsschwangerschaften in Ostsachsen betreut, hat sich die Zahl der Zwillingsgeburten im vergangenen Jahrzehnt fast verdoppelt. Waren 2006 unter den 1370 Geborenen 67 Pärchen, kamen 2015 schon 125 Zwillinge zur Welt. Der Anteil stieg damit von 4,8 auf 5,2 Prozent.

Landesweit wurden von 1990 bis 2014 nach Angaben des Statistischen Landesamtes 10 559 Mehrlingsgeburten registriert. 10 340 Mal kamen Zwillinge zur Welt, 221 Mal Drillinge und in drei Fällen Vierlinge. Die sächsischen Zahlen für 2015 liegen noch nicht vor, wie eine Sprecherin sagte. Die Zahl der Mehrlingsgeburten schwankte zwischen 223 im Jahr 1992 und 608 im Jahr 2013. Der Anteil je 1000 Geburten verdoppelte sich zwischen 1990 und 2014 von 8,9 Prozent auf 16,4 Prozent. Etwa aller zehn Jahre kamen Vierlinge zur Welt.

Nach der sogenannten Hellin-Regel liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Pärchen in der Natur bei 1:85, für ein Trio bei 1:7000 und für ein Quartett bei 1:600 000. „Normalerweise sind ein Prozent der natürlichen Schwangerschaften Zwillinge“, sagte Goeckenjan. „Gynäkologen wissen, dass schon Zwillingsschwangerschaften ein gewisses Risiko bei der Geburt und für die Entwicklung der Kinder darstellen, auch ein soziales. Erst recht gilt das für Drillinge.“

Die Eltern würden mehrfach darauf hingewiesen, dass das Risiko besteht. „Mehrlingsgeburten, die nicht natürlich entstehen, sind von den Eltern gewollt.“ An der Dresdner Uniklinik, dem ostsächsischen Zentrum für Mehrlingsgeburten, sind ein Viertel der Geburten Zwillinge und viele davon durch künstliche Befruchtung entstanden. Die Drillingsrate habe in den vergangenen zehn Jahren abgenommen, wie die Direktorin der Frauenklinik, Pauline Wimberger, betont. „Man ist vorsichtiger und transferiert nicht mehr so viele Embryonen.“

dpa

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