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Mehr Wildunfälle in Sachsen - Auch Zahl der Verletzten höher als 2014

7557 Zusammenstöße Mehr Wildunfälle in Sachsen - Auch Zahl der Verletzten höher als 2014

Für Wildschwein und Reh endet die Futtersuche schon mal tödlich - auf der Landstraße. Warnschilder, Brücken und Zäune sollen Autofahrer und Wild schützen. Aber auch Vorsicht reicht nicht immer.

Ein verendetes Reh (Capreolus capreolus) am Rande einer Bundesstraße.

Quelle: dpa

Dresden. In den ersten acht Monaten 2015 wurden in Sachsen knapp 400 Straßenverkehrsunfälle mit Wildtieren mehr registriert als im Vorjahreszeitraum. Bei 78 der insgesamt 7557 Zusammenstöße wurden Menschen verletzt, wie aus einer Statistik des Innenministeriums hervorgeht. 2014 waren es in dieser Zeit nur 61. Obwohl die in dieser Hinsicht besonders gefährlichen Herbst- und Wintermonate noch nicht ausgewertet sind, wird für das Gesamtjahr aber keine gegenüber den Vorjahren abweichende Entwicklung erwartet. „Wildunfälle unterliegen zwar gewissen Schwankungen, deren Häufigkeit aber bewege sich über die Jahre auf ähnlichem Niveau“, sagte ein Ministeriumssprecher. 

Von 2009 bis 2014 ereigneten sich im Jahresdurchschnitt rund 10.700 Wildunfälle, davon etwa 90 mit Personenschaden, bei 112.436 Verkehrsunfällen insgesamt. Für das vergangene Jahr stehen 11.189 Zwischenfälle mit Beteiligung von Wildschwein, Reh oder Hase zu Buche, darunter auch Kollisionen in Folge von Ausweichmanövern. In 89 Fällen wurden Menschen verletzt - 19 schwer und 80 leicht. Mit 91 lag die Zahl Verletzten Ende August 2015 schon über Vorjahresniveau. Vorbeugende Maßnahmen wie „Wildwechsel“-Warnschilder, Wildbrücken, Schutzzäune an Autobahnen oder Bundesstraßen sowie Wildreflektoren an Leitpfosten greifen nach Ministeriumsangaben nur langsam, da sich Wild erst mit der Zeit etwa an Reflektoren gewöhne und die Vegetation sein Verhalten beeinflusse. Auch die Autofahrer seien gefragt, an gekennzeichneten Gefahrenstellen aufmerksam zu sein und langsamer zu fahren, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums als oberste Straßenverkehrsbehörde.  

Die meisten der Unfälle passieren laut Innenministerium außerhalb von Ortschaften und verlaufen im Vergleich zu anderen Unfällen auf Landstraßen eher glimpflich. „Meist geht es mit Blechschäden ab.“ Vor allem in der dunklen Jahreszeit sollten Autofahrer in der Dämmerung auf Tiere achten, besonders in Waldgebieten, sagte Marcel Thomae vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Da sei Schwarzwild deutlich aktiv auf Nahrungssuche. Ein Wildunfall bleibe nicht unbemerkt. „Er hinterlässt beachtlichen Schaden am Fahrzeug.“

dpa

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