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Mehr Studenten an Sachsens privaten Hochschulen

Individuelle Betreuung und Praxisnähe Mehr Studenten an Sachsens privaten Hochschulen

Private Hochschulen stehen oft im Schatten der Massenuniversitäten. Ihre Stärken liegen vor allem in kleinen Studiengruppen und guter Betreuung. Dafür geben manche viel Geld aus.

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Mit sechs privaten Hochschulen hat sich in Sachsen als einzigem Flächenland im Osten nach 1990 eine größere Zahl an Privatunis etabliert.

Quelle: dpa

Dresden. Die privaten Hochschulen in Sachsen sind im Aufwind. Laut Statistischem Landesamt stieg die Zahl der Studenten von 3173 im Jahr 2010 auf aktuell rund 4700. Die Privatunis punkten vor allem mit individueller Betreuung und Praxisnähe - ihre Domäne ist im Kern die berufliche Weiterbildung, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. An staatlichen Universitäten und Hochschulen studieren rund 107 000 Männer und Frauen.

Mit sechs privaten Hochschulen hat sich in Sachsen als einzigem Flächenland im Osten nach 1990 eine größere Zahl an Privatunis etabliert. Nach Angaben des Verbandes der Privaten Hochschulen ist Berlin mit 30 dieser Einrichtungen bundesweit Spitzenreiter, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen.

Als renommierteste Privat-Uni Sachsens gilt die 1898 gegründete Handelshochschule in Leipzig (HHL), die älteste private Hochschule im deutschsprachigen Raum. Die Zahl der Studierenden ist von rund 400 im Jahr 2011 nach eigenen Angaben auf aktuell rund 660 gestiegen. Etwa 35 Prozent der Studenten kämen aus dem Ausland, vor allem aus Indien, China und den USA, sagt Sprecherin Jana Vogel. Die angehenden Unternehmenslenker können an der HHL ein zweijähriges Masterstudium in Management absolvieren und auch promovieren. Vor allem berufsbegleitende Programme seien stark gefragt, heißt es.

Allerdings kostet ein Studium an der HHL mindestens 25 000 Euro. Den 24-jährigen Tim Mosig aus Leipzig hat dies nicht geschreckt, er hat einen Studentenkredit aufgenommen. „Das ist eine gute Investition“, sagt er. Absolventen der HHL würden in der Regel später gut bezahlt. Er habe sich wegen des Renommees für die Hochschule entschieden. Zudem würden Studenten dort nicht „als Bittsteller“ behandelt.

„Die privaten Hochschulen bieten etwa bei der Weiterbildung und mit dem berufsbegleitenden Studium Formate an, die von den staatlichen Hochschulen oft nicht bedient werden“, sagt Andrea Frank vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin. „Davon profitieren sie.“  Es könne aber sein, dass sich die staatlichen Hochschulen irgendwann auch diesem Bereich zuwenden.

Die Technische Universität Dresden (TU) ist diesen Weg schon gegangen. Die im April 2003 gegründete Dresden International University (DIU) ist eine 100-prozentige Tochter der TU Dresden Aktiengesellschaft und mit rund 2600 Studierenden Sachsens größte Privatuni. „Die Menschen sind wieder länger im Beruf und wollen auf dem Laufenden bleiben“, sagt DIU-Sprecher Stefan Erbe. Die Nachfrage steige. Die Gründung der DIU als „Weiterbildungsuniversität der TU Dresden“ sei eine „weise Entscheidung“ gewesen.

Studierende mit einem ersten akademischen Abschluss können an der DIU neben dem Beruf etwa den Master machen. Mittlerweile gibt es aber auch Bachelor-Studiengänge, berufsbegleitend oder in Vollzeit. Die Größe der Studienmatrikel liegt den Angaben nach bei 15 bis 20 Teilnehmern. Das Studium koste je nach Studiengang von etwa 9500 bis fast 30 000 Euro. Ungewöhnlich: Die Lehrveranstaltungen im Masterstudiengang Clinical Research (Klinische Forschung) finden oft in den Abendstunden und der Nacht statt. Dann sind Professoren der Harvard Medical School in Boston (USA) per Internet live zugeschaltet.

Als Sonderfall in der Landschaft gilt die Hochschule für Telekommunikation in Leipzig, mit rund 1200 Studierenden. Die Schule wird voll von der Deutschen Telekom AG getragen. Alle Studiengänge haben einen direkten Bezug zur IT- und Telekommunikationsbranche.

Erst seit zwei Jahren gibt es in Leipzig eine Designhochschule, an der derzeit rund 70 kreative Köpfe Game Design, Modedesign sowie Grafikdesign/Kommunikationsdesign studieren.

Auch an der Fachhochschule Dresden ist die Zahl der Studierenden in den vergangenen Jahren immer mehr gestiegen, so Kanzler Manfred Adler. Bis 2017 entsteht daher für rund 20 Millionen Euro nahe dem Stadtzentrum ein neuer Campus für 1500 Auszubildende und Studenten.

dpa

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