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Linke will Wähler von AfD zurückholen - Mehr Bürgernähe ist Ziel

Parteitag Linke will Wähler von AfD zurückholen - Mehr Bürgernähe ist Ziel

Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat ihre Partei aufgerufen, direkter auf die Bürger zuzugehen und auch um Wähler der AfD zu kämpfen. „In der Vorbereitung der Bundestagswahl 2017 sollten wir von Haus zu Haus gehen, um zu erfahren, wo den Menschen der Schuh drückt“, sagte Kipping.

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Quelle: dpa

Neukieritzsch . Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat ihre Partei aufgerufen, direkter auf die Bürger zuzugehen und auch um Wähler der AfD zu kämpfen. „In der Vorbereitung der Bundestagswahl 2017 sollten wir von Haus zu Haus gehen, um zu erfahren, wo den Menschen der Schuh drückt“, sagte Kipping vor rund 200 Delegierten und Gästen eines Landesparteitags in Neukieritzsch. Dann könne die Linke auch vermitteln, welche Lösungsvorschläge sie anzubieten habe. Kipping reagierte damit unter anderem auf die jüngsten Wahlerfolge der AfD.

Sie machte deutlich, dass sich ihre Partei nicht um jeden Preis um Wähler der AfD bemühen werde. „Ein Teil der AfD-Wähler hat ein so geschlossenes rechtes Weltbild, dass es vergebliche Liebesmühe wäre, um die zu kämpfen.“ Allerdings habe jeder zweite arme Wähler der Rechtspopulisten angegeben, er könne sich vorstellen, der Linken seine Stimme zu geben. „Ich finde, um diese Menschen gilt es zu kämpfen.“

Sachsens Linke-Vorsitzender Rico Gebhardt räumte Versäumnisse der Partei im Umgang mit unzufriedenen Bürgern ein. „Wir dachten, die Leute wollten nicht immer gesagt bekommen, dass es ihnen schlecht geht.“ Dies sei eine Fehleinschätzung gewesen. Seine Partei habe nicht erkannt, dass sich die Menschen mit noch Schwächeren verglichen hätten. „Dass sie allerdings diese Menschen als Bedrohung ihres kleinen Wohlstands wahrnehmen können, wenn sie an unsere Tür klopfen, das hatten wir nicht auf dem Schirm.“

In Sachsen hat es Gebhardt zufolge einen klaren Rechtsruck gegeben. „Rassismus, Gewalt und Terror haben wieder eine Basis.“ Geistige Brandstifter von rechts vergifteten das politische und gesellschaftliche Klima. „Und die echten Brandstifter ziehen davon motiviert los, um Taten folgen zu lassen.“

Auf ihrem Parteitag bekannte sich die Linke zum demokratischen Sozialismus. Die Delegierten verabschiedeten einen entsprechenden Leitantrag mit dem Titel „Partei ergreifen“, der sich auch für mehr direkte Demokratie etwa durch Volksentscheide ausspricht. Mit Blick auf Europa wurde eine gemeinsame Sozialpolitik innerhalb der Europäischen Union gefordert. In Sachsen sollte zudem nach dem Willen der Partei das Personal bei Polizei, Schulen, der Justiz und Verwaltung aufgestockt werden.

dpa

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