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Linke: Altersarmut ist weiter auf dem Vormarsch

Rente Linke: Altersarmut ist weiter auf dem Vormarsch

Die Altersarmut breitet sich in Sachsen nach Einschätzung der Linken immer weiter aus. „Es ist bitter, dass Menschen in ihrem Ruhestand nicht von ihrer Rente leben können und zum Sozialfall werden“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann.

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Knapp 12 000 Menschen bezogen 2015 in Sachsen die Grundsicherung im Alter.

Quelle: dpa

Dresden. Arm im Alter: Damit müssen nach Einschätzung der Linken in Sachsen immer mehr Menschen rechnen. „Es ist bitter, dass Menschen in ihrem Ruhestand nicht von ihrer Rente leben können und zum Sozialfall werden“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann. Die Zahl der Betroffenen werde sich noch erhöhen.

Im vergangenen Jahr bezogen in Sachsen knapp 12 000 Menschen die Grundsicherung im Alter. Seit 2003 hat sich ihre Zahl fast verdoppelt. Nach den Worten Zimmermanns ist das vor allem in Ostdeutschland ein Problem, weil hier der Verlust des Arbeitsplatzes die Erwerbsbiografien immer wieder unterbrochen und große Löcher in die Rentenansprüche gerissen hat.

„Es ist endlich an der Zeit, dass die Bundesregierung die sich ausbreitende Altersarmut wirklich versucht einzudämmen“, sagte Zimmermann. Um dies zu erreichen, müssten unter anderem das Rentenniveau auf mindestens 53 Prozent angehoben und Kürzungsfaktoren sowie die Rente erst ab 67 wieder abgeschafft werden: „Um einen Mindeststandard in der gesetzlichen Rente zu garantieren, fordern wir die Einführung einer solidarischen Mindestrente. Die Angleichung des Rentenwertes Ost an West ist zudem überfällig“, betonte die Politikerin. Die Hochstufung der Ost-Renten müsse aber auch dann erhalten bleiben, da in Ostdeutschland durchschnittlich immer noch deutlich weniger verdient werde als im Westen.

Zimmermann hält es zudem für notwendig, dem Niedriglohnsektor einen Riegel vorzuschieben: „Der Mindestlohn ist nicht ausreichend, damit Arbeit und auch die Renten wieder existenzsichernd werden.“ Die Linken forderten deshalb einen Mindestlohn von 12 Euro die Stunde ohne Ausnahmen.

Die Grundsicherung im Alter wurde 2003 als bedarfsorientierte Sozialleistung eingeführt. Laut Statistik lag der durchschnittliche Bruttobedarf 2015 in Sachsen bei 712 Euro. Von diesem Betrag wird eigenes Einkommen wie die Rente abgezogen. Daraus resultiert dann der Nettoanspruch auf Grundsicherung. 2015 lag er im Durchschnitt bei 331 Euro. Frauen beziehen wesentlich häufiger diese Leistung als Männer.

dpa

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