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Linke Aktivisten besetzen ehemalige Bibliothek der Uni Leipzig

Karl-Heine-Straße Linke Aktivisten besetzen ehemalige Bibliothek der Uni Leipzig

Linke Aktivisten haben am Mittwochabend Räume in der erziehungswissenschaftlichen Fakultät an der Karl-Heine-Straße besetzt. Sie wollen dort ein soziales Zentrum für Geflüchtete und Leipziger einrichten.

Erziehungswissenschaftliche Fakultät an der Karl-Heine-Straße (Archivbild).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Linke Aktivisten haben am Mittwochabend Räume in der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Leipzig an der Karl-Heine-Straße besetzt. Etwa 80 Personen hätten seit 21 Uhr an der Besetzung der ehemaligen Bibliothek teilgenommen, sagte Andreas Herzog, Sprecher der Initiative „Social Center for All“. Ziel der Aktion sei es, einen Platz für ein soziales Zentrum zu finden. Seit Mitte November sucht die Initiative geeignete Räume, um dort Angebote zu verwirklichen, etwa Sprachkurse für Geflüchtete, Beratung oder Austausch gegenseitiger Hilfe unter Besuchern.

Wegen der Besetzung kam es am Abend zu einem Polizeieinsatz. Über ihren Twitteraccount teilte die Initiative mit, dass die Personalien der Aktivisten festgestellt wurden und das Gebäude geräumt werden sollte. Die Uni forderte die Besetzer gegen 23.45 Uhr auf, das Gebäude binnen einer Minute zu verlassen. Die Polizei hielt sich derweil noch im Hintergrund, so die Aktivisten via Twitter. Rund 10 Minuten später meldete die Initiative: Der Dekan der Universität zeige sich nun doch gesprächsbereit. Kurz vor Mitternacht hieß es dann, dass die Räumung vorerst vom Tisch sei und die Aktivisten zumindest über Nacht bleiben können. Die Polizei zog sich zurück. Wie es weiter geht, ist derzeit noch unklar.

Am Montag hatte die Initiative einen offenen Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) veröffentlicht. Darin forderten die Aktivisten ein geeignetes Gebäude für ihre Pläne. „Während in Leipzig tausende Menschen in Zelten untergebracht werden, stehen Gebäude leer, oft aufgrund der Immobilienspekulation oder bürokratischer Irrungen. Das Bedürfnis nach einem sozialen Zentrum ist groß“, heißt es in dem Schreiben. Da der Idee bislang wenig Beachtung geschenkt worden sei, solle nun die Besetzung die Dringlichkeit des Anliegens deutlich machen.

Die etwa sechs Zimmer der früheren erziehungswissenschaftlichen Bibliothek stehen nach Angaben der Initiative seit rund sechs Monaten leer. Man habe auch die Universität über die Besetzung informiert, sagte Herzog. Zugleich betonte der Sprecher den friedlichen Charakter der Aktion. Man wolle mit der Universität und der Verwaltung über die Forderungen verhandeln. Sollte die Besetzung anhalten, wolle man sich mit anderen Gruppen vernetzen. „Wir laden alle Initiativen ein, mit uns zu diskutieren und die Idee eines sozialen Zentrums mit Leben zu füllen“, sagte Herzog.

Von chg/pad/nöß

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