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Lichtblick für Störche: Mit dem Regen kommen Würmer und Schnecken

Wetter Lichtblick für Störche: Mit dem Regen kommen Würmer und Schnecken

Die Regenfälle der vergangenen Tage hat den Störchen in Sachsen wieder mehr Futter beschert. In diesem Jahr gebe es zwar wenige Mäuse, sagte Uwe Seidel, ehrenamtlicher Regionalbetreuer für den Weißstorch in Westsachsen am Donnerstag.

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Quelle: dpa

Kleinbothen. Die Regenfälle der vergangenen Tage hat den Störchen in Sachsen wieder mehr Futter beschert. In diesem Jahr gebe es zwar wenige Mäuse, sagte Uwe Seidel, ehrenamtlicher Regionalbetreuer für den Weißstorch in Westsachsen am Donnerstag. „Durch den Regen kommen aber Regenwürmer und Schnecken an die Oberfläche.“ Den Jungstörchen gehe es daher im Moment recht gut.

Allerdings gebe es wesentlich weniger Nachwuchs als im vergangenen Jahr. „Letztes Jahr hatten wir auch eine Fünfer-Brut, dieses Jahr haben wir einige wenige Vierer-Bruten“, saGte Seidel. 2015 sei in der Region mit knapp 200 Jungen ein sehr gutes Storchenjahr gewesen.

Seidel zählt auch weniger Storchenpaare im ehemaligen Regierungsbezirk Leipzig. Dort gebe es knapp 100 regelmäßig besetzte Horste, im Moment seien 90 von Storchenpaaren besetzt. 15 oder 16 Paare hätten sich in diesem Jahr nicht erfolgreich fortgepflanzt. Auffällig sei vor allem, dass einige schon sehr früh gebrütet haben, andere dagegen erst sehr spät. „Mitte oder Ende Mai, das ist schon fast zu spät“, meinte Seidel.

Das Wetter im Mai machte den Störchen zu schaffen. In Otterwisch (Landkreis Leipzig) tötete ein Storch eins seiner Küken und verfütterte es an die Geschwister. Grund sei das teilweise trockene Wetter der Region gewesen, meinte Klaus Döge. Er betreut die Kamera des Storchennestes Otterwisch und setzt sich für den Schutz von Weißstörchen ein. Auch im Wurzener Ortsteil Burkartshain (Landkreis Leipzig) wurde in der vergangenen Woche ein totes Storchenjunges neben dem Nest entdeckt. Ob es gefallen ist oder hinausgestoßen wurde, ist unklar.

Absolut ungewöhnlich sind diese Fälle nicht. „Wenn Störche spüren, dass sie nicht alle Jungen durchkriegen, kommt das schon mal vor, auch wenn das grausam für uns Menschen klingt“, sagte Ina Ebert vom Nabu Sachsen.

Nach Angaben des Tierschutzverbands gibt es immer weniger Lebensraum für Störche. Durch die Umwandlung von Grünland und Viehzuchtflächen zu Ackerland, gingen dem Storch wichtige Flächen zur Nahrungssuche verloren. Sie wichen dann eher auf Grünstreifen aus, wo es zu Unfällen mit Autos komme. Wenn auf den Feldern viel gespritzt werde, töte das außerdem Insekten, die wiederum Nahrung für die Frösche seien. Und Störche bräuchten nun mal Frösche und Mäuse, erläuterte Ebert.

dpa

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