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Leipziger CDU-Abgeordnete Bettina Kudla polarisiert

Nein zur Armenien-Resolution Leipziger CDU-Abgeordnete Bettina Kudla polarisiert

Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla hat mit ihrem einsamen Nein zur Armenier-Resolution im Bundestag für Aufsehen gesorgt. Regierungsnahe türkische Medien sind voll des Lobes, aus Deutschland erhielt sie dagegen Kritik und viele Bitten um Erklärung.

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Bettina Kudla

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla hat mit ihrem einsamen Nein zur Armenier-Resolution im Bundestag für Aufsehen gesorgt. Regierungsnahe türkische Medien sind voll des Lobes, aus Deutschland erhielt sie dagegen Kritik und viele Bitten um Erklärung. Diese Aufregung habe sie nicht erwartet, sagt die 53-Jährige. Die gebürtige Münchnerin sitzt für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Kudla mit ihren Positionen polarisiert.

Im Januar zum Beispiel löste sie kleines Twitter-Gewitter aus. In Leipzig hatten Rechtsradikale und Hooligans in einem linken Stadtteil randaliert. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verurteilte auf dem Kurznachrichtendienst die rechten Randale als „abscheulich“. Kudla, die ebenfalls eifrig twittert, meldete sich zu Wort und verwies auf vorherige Autonomenkrawalle in Leipzig: „Bitte objektiv sein! Es sind die #Linksradikalen! “ Harsche Kritik ließ nicht lange auf sich warten.

Ebenfalls im Januar lehnten Kudla und die Leipziger CDU eine Lichterkette gegen einen Aufmarsch der fremdenfeindlichen Legida/Pediga und für ein Europa der offenen Grenzen ab. Dagegen reihte sich Sachsens CDU-Justizminister Sebastian Gemkow in die Kette mit ein.

Die Katholikin Kudla wurde 2009 in den Bundestag gewählt. Als Fachthemen hat sie dort die Finanz- und Europapolitik sowie den Nahen Osten. Sie gehört dem Finanz- und dem Haushaltsauschuss an. Vor ihrer Wahl war die Diplomkauffrau von 2005 bis 2009 Finanzbürgermeisterin in Leipzig.

Ihr Nein gegen die Völkermord-Resolution begründete sie in einer persönlichen Erklärung: „Es ist nicht Aufgabe des Deutschen Bundestages, historische Bewertungen von Ereignissen in anderen Staaten vorzunehmen“, heißt es darin. Die Resolution könne zu Wiedergutmachungsforderungen aus Armenien führen und die Beziehungen zur Türkei belasten. Türkische Medien feierten Kudla deshalb als „Schatz“ und „die einzige Deutsche mit Verstand“.

dpa

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