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Lebensmittelinspektion: Kartoffeln, Marmelade und Tee kommen nicht gut weg

Weniger Beanstandungen in Sachsen Lebensmittelinspektion: Kartoffeln, Marmelade und Tee kommen nicht gut weg

„Unsere Lebensmittel sind sicher“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU) bei der Vorstellung Jahresberichts zur Lebensmittel- und Futterüberwachung in Sachsen. Allerdings gab es vor allem bei den Lebensmitteln einige, die mit Beanstandungen herausragten.

Mit 24,1 Prozent ähnlich hoch und damit deutlich höher als in den Vorjahren lagen auch die Verstöße bei Kartoffelerzeugnissen.

Quelle: dpa

Dresden/Wernesgrün. Die Lebensmittelkontrolleure des Freistaats haben im vergangenen Jahr weniger Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt. Lag die Quote 2014 noch bei 5,2 Prozent waren es im Vorjahr nur noch 3,8 Prozent, wie aus dem gestern in Wernesgrün vorgestellten Jahresbericht zur amtlichen Lebensmittel- und Futterüberwachung hervorgeht. Insgesamt haben die Kontrolleure der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter von den 66 000 statistisch erfassten Unternehmen rund 37 800 Betriebe kontrolliert, hinzu kamen 77 000 Inspektionsbesuche. „Unsere Lebensmittel sind sicher“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU).

Allerdings gab es vor allem bei den Lebensmitteln einige, die mit Beanstandungen herausragten. Vor allem Kennzeichnungspflichten wurden verletzt bei Konfitüren, Marmeladen und Fruchtaufstrichen. Die Prüfer begründeten die 25,1 Prozent reklamierten Proben mit dem Innovationsdrang der Hersteller einerseits und mangelnder Sachkenntnis bei den Bestimmungen zur Kennzeichnung andererseits.

Mit 24,1 Prozent ähnlich hoch und damit deutlich höher als in den Vorjahren lagen auch die Verstöße bei Kartoffelerzeugnissen. Auch hier wurde vor allem mangelhaft gekennzeichnet – besonders was den Fettgehalt anging.

Die zum Test eingereichten Würzmittel fielen in 21,4 Prozent der Fälle durch – überwiegend waren auch sie irreführend gekennzeichnet.

Tees und teeähnliche Produkte wurden zu 31 Prozent reklamiert. Viele, weil ausländische Angaben nicht hinreichend übersetzt wurden, etliche aber auch, weil die „Rückstandshöchstgehalte von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen überschritten“ waren.

Besondere Aufmerksamkeit wurde in Sachsen dem Rooibostee zuteil, weil sich der Freistaat an einem bundesweiten Monitoringprogramm zur Datensammlung von Pyrrolizidinalkaloidgehalten (PA) in Tees beteiligt hat. Ergebnis: Von 34 geprüften Rooibosteeproben wurden 29 Proben (85 Prozent) aufgrund der festgestellten Gesamt-PA-Gehalte als nicht zum Verzehr geeignet beurteilt. PA sind Pflanzeninhaltsstoffe, die sich im Tierversuch teilweise als krebserregend erwiesen haben; vor allem aber wirken sie giftig (toxisch) auf die Leber.

Im Sommer besonders begehrt: Speiseeis. Hier checkten die Prüfer vor allem lose Waren und beanstandeten 21,7 Prozent der Proben. Immerhin: pathogene Keime wurden nicht gefunden.

Auch Futtermittel wurden untersucht: Insgesamt gab es laut Jahresbericht 1567 Kontrollbesuche, bei denen 974 Proben entnommen wurden. Mängel wurden in 50 Fällen registriert, zwölfmal war ein Bußgeldverfahren bzw. eine Verwarnung notwendig.

Barara Stock

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