Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Landtagswahl: Grünen-Fraktion steht vor Umbruch

Landtagswahl: Grünen-Fraktion steht vor Umbruch

Die Grünen läuten in Sachsen einen Generationenwechsel ein. Bei der Wahl zur Landesliste für die anstehende Landtagswahl haben am kommenden Sonnabend von den derzeitigen Landtagsabgeordneten nur die Fraktionsvorsitzende Antje Hermenau (Platz eins) und Eva Jähnigen (Platz fünf) eine aussichtsreiche Position sicher und keine Gegenkandidaten.

Die Abgeordneten Michael Weichert und Miro Jennerjahn, die für Rang sechs und acht kandidieren, müssen sich dagegen auf dem Parteitag in Chemnitz auf große Konkurrenz einstellen. Jeweils drei Parteifreunde wollen ihnen die Platzierung streitig machen. Die übrigen fünf Landtagsabgeordneten der Grünen - Karl-Heinz Gerstenberg, Annekathrin Giegengack, Elke Herrmann, Gisela Kallenbach sowie Johannes Lichdi - bewerben sich aus freien Stücken nicht mehr um ein Mandat.

Nach Hermenau sind auf den Rängen zwei und drei die Landesvorsitzenden Volkmar Zschocke und Claudia Maicher gesetzt. Für alle drei geht es vor allem darum, ein möglichst aussagekräftiges Wahlergebnis zu erzielen. Beim folgenden vierten Platz kommt es allerdings zur ersten Kampfentscheidung. Eigentlich hatte die Parteiführung mit den drei großen Kreisverbänden Leipzig, Dresden und Chemitz vereinbart, diese Position für einen Vertreter aus dem ländlichen Sachsen freizuhalten. Die Wahl fiel dabei relativ rasch auf Wolfram Günther, einem Juristen aus Königsfeld (Kreisverband Mittelsachsen), der das umweltpolitische Profil der Partei weiter schärfen soll. Unerwartet kandidiert nun aber Roland Gasch, Elektroingenieur aus Taucha (Kreisverband Nordsachsen), gegen ihn.

Mit Blick auf das Bewerberfeld hält es auch die Parteiführung nicht für ausgeschlossen, dass nur noch zwei Abgeordnete - Hermenau und Jähnigen - im neuen Landtag über Parlamentserfahrung verfügen werden. Denn ob Jennerjahn und Weichert sich durchsetzen, gilt als vollkommen offen. Beide könnten zwar bei einer Niederlage auch für einen hinteren Platz kandidieren - beispielsweise Rang zehn oder zwölf. Die Grünen müssten aber ein sehr gutes Wahlergebnis erzielen, damit diese Plätze bei der Vergabe der Mandate berücksichtigt werden. Bei der vergangenen Wahl holten sie 6,4 Prozent, wodurch neun Abgeordnete in den Landtag einzogen. Kritik aus der Parteiführung an den Kampfkandidaturen gegen Jennerjahn und Weichert gibt es aber nicht. Die Grünen hätten viele gute Bewerber mit politischer Erfahrung, sagte die Parteivorsitzende Claudia Maicher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2014

Kai Kollenberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr