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Landeskirche: Neue Synode wählt nächstes Jahr neuen Bischof

Landeskirche: Neue Synode wählt nächstes Jahr neuen Bischof

Die sächsische Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche hat viele Neulinge. Mehr als die Hälfte (42 Personen) ihrer insgesamt 80 Mitglieder arbeiten erstmals in dem Gremium mit.

Damit sind neue Impulse zu erwarten.

Eine der ersten großen Aufgaben der neuen Synode wird - neben der weiteren Konsolidierung des Haushaltes und dem Fortsetzen der Strukturreform - im Frühjahr 2015 die Wahl des neues Landesbischofs sein. Jeder der 80 Synodalen ist Guse zufolge berechtigt, einen Vorschlag zu machen.

Dieser muss dann allerdings von der Mehrheit der Synode unterstützt werden, bevor er in den Geschäftsgang kommt. Die sächsische Kirchenleitung kann ihrerseits drei Kandidaten-Namen benennen. Landesbischof Jochen Bohl feiert im Frühjahr 2015 seinen 65. Geburtstag. Nach den gesetzlichen Regelungen der Landeskirche tritt der Bischof danach in den Ruhestand.

Die Mitglieder der neuen Synode vertreten 754 000 Mitglieder in 728 evangelischen Kirchgemeinden. Die Mehrheit der Synodalen sind Angestellte der Kirche. 28 der 80 Synodalen sind Pfarrer. Ein wirklicher Generationenwechsel hat jedoch nicht stattgefunden. Die meisten Mitglieder sind zwischen 40 und 59 Jahre alt (59 Personen) und damit in der Mitte des Lebens. Nur zwei Synodale sind jünger als 30 Jahre, zwölf sind zwischen 30 und 39 Jahre alt.

In dem kirchlichen Parlament sitzen ab sofort mehr Frauen. 28 weibliche Synodale wurden gewählt oder berufen, vorher waren es 20 Frauen. Unterrepräsentiert bleiben sie damit trotzdem. Auch an der Spitze der Synode steht ein Mann: Mit 74 von 77 Stimmen wurde am Sonnabend der Jurist Otto Guse zum Präsidenten wiedergewählt. Zumindest im neuen Präsidium ist das Verhältnis aber ausgeglichen: Von den insgesamt sieben Mitgliedern sind sogar vier weiblich.

Die 27. Landessynode spiegelt zudem ein Streitthema der Kirche der vergangenen Jahre wider, das vor allem in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgte. Über den Umgang mit Homosexualität, speziell die Öffnung der sächsischen Pfarrhäuser für homosexuelle Paare, hatte es harte, kontroverse Diskussionen gegeben. Mit Pfarrerin Barbara Lötzsch (Leipziger Land) und dem Ingenieur Frank Seidel (Annaberg) haben die Synodalen nun eine Befürworterin und einen Kritiker der Öffnung für Homosexuelle ins Präsidium gewählt. Über das strittige Thema wird auch die Synode nochmals debattieren müssen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2014

Katharina Rögner

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