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Landesfinale von "Jugend debattiert" kürt beste sächsische Nachwuchsredner

Landesfinale von "Jugend debattiert" kürt beste sächsische Nachwuchsredner

Vivian Arlt und Leon Blankenstein sind Sachsens beste Nachwuchsdebattierer. Im Landesfinale von "Jugend debattiert" hielten die Gymnasiasten vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau und dem Goethe-Gymnasium Bischofswerda am Mittwoch im Sächsischen Landtag in Dresden die überzeugendsten Reden.

Gemeinsam mit den Zweitplatzierten Niklas Junker vom Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium in Chemnitz und Christopher Stäglich vom Humboldt-Gymnasium Radeberg vertreten sie Sachsen bei der Qualifikationsrunde für den Bundeswettbewerb in Berlin. Dort werden sich am 27. Juni die acht besten Debattierer aus ganz Deutschland im Bundesfinale gegenüberstehen.

Insgesamt 3475 Schüler in 34 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr im Freistaat an dem Wettbewerb beteiligt. Die besten acht standen schließlich im Finale und lieferten sich zu den Themen "Sollen an weiterführenden Schulen in Sachsen alle Schülerinnen und Schüler verpflichtet werden, im Rahmen eines Schulausflugs die ehemalige innerdeutsche Grenze zu besuchen?" und "Sollen bei Kommunal- und Landtagswahlen in Sachsen Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen?" einen munteren Schlagabtausch.

Neben dem Einzug in die nächste Runde dürfen sich die siegreichen Schüler außerdem über die Teilnahme an einem professionellen Rhetorikseminar freuen.

"Ich hätte nicht mit dem Sieg gerechnet, zumal ich ja nur zufällig zum Debattieren gekommen bin. Eine Lehrerin hat mich erst Anfang des Jahres darauf aufmerksam gemacht", sagt die Neuntklässlerin Vivian Arlt. Etwas mehr Erfahrung hat der 18-jährige Leon Blankenstein. "Seit dem vergangenen Jahr debattiere ich einmal im Monat. Mir hat das schon immer viel Spaß gemacht. Bereits als Kind habe ich gerne geredet", so Blankenstein. Die nächste Qualifikationsrunde sieht er gelassen. "Ich bin dankbar für die Möglichkeit, lasse aber alles ganz ruhig auf mich zukommen."

Debattiert wurde übrigens nicht so, wie den Teilnehmern der Schnabel gewachsen war, sondern nach festen Regeln: Pro Debatte vier Schüler, eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Wer Pro oder Contra vertritt, wurde erst kurz vor der Debatte ausgelost. Trotz kurzer Vorbereitungszeit glänzten die Teilnehmer mit Fachwissen. Als die Befürworter in der Wahlrechtsdebatte darauf verwiesen, dass Bundeskanzler Willy Brandt dem Spruch "Mehr Demokratie wagen" in den 1970er Jahren Taten folgen ließ und das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre herabsetzte, konterte die Gegenseite mit den Mitgliederzahlen der Jusos, die zu Brandts' Zeiten noch bei 300 000 lagen, heute aber auf 50 000 abgestürzt sind und somit wenig jugendliches Interesse an der Politik signalisieren.

Der Wettbewerb "Jugend debattiert" wurde unter anderem von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen, um die sprachliche, politische und persönliche Bildung der Schüler zu verbessern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2015

Stephan Hönigschmid

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