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Kunstprojekt über die Zeit: Auf dem Dresdner Postplatz laufen die Uhren anders

Kunstprojekt über die Zeit: Auf dem Dresdner Postplatz laufen die Uhren anders

Was wäre, wenn die Zeit rückwärts läuft? Diese Frage stellte der Künstler Florian Dombois am Sonnabendmittag auf dem Dresdner Postplatz.

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Studenten der Verkehrswissenschaftlichen Fakultät boten Geld gegen Zeit.

Quelle: Hauke Heuer

Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus ganz Dresden veranstaltete er einen „Flock auf Happening“ – einen Schwarm von Aktionen, die das Thema Zeit in einen naturwissenschaftlichen Bezug setzten.

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Auf dem Postplatz konnten sich alle Dresdner am Sonnabend mit dem Thema Zeit beschäftigen.

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Die über den Postplatz verteilten Mitmachstände konnten unterschiedlicher kaum sein. An einem Tisch, wurden alle Dresdner aufgefordert zu warten – gegen einen Geldbetrag. „Wir stellen hier nicht nur die Frage „Wieviel ist Zeit wert?“, sondern setzen auch einen Bezug zur Ökonomie. Wieviel ist die Zeit wert, wenn sie rückwärts läuft. Entsteht ein negativer Betrag?“, fragte Dombois.

An einem weiteren Stand konnten kuriose Tiere begutachtet werden. Plattwürmer, die bei fehlender Nahrungszufuhr schrumpfen und dabei nicht nur kleiner, sondern auch jünger werden. Dass der Mensch im Gegensatz zu den Würmern dem Alter nicht entfliehen kann, zeigt ein Computerprogramm auf einem Tablet-PC, das den Besuchern das eigene gealterte Antlitz in den letzten Jahren des Lebens vor Augen führte.

Ebenfalls erwähnenswert: Eine provisorisch eingerichtete, in zwei Hälften geteilte Wohnung. In der einen Hälfte lief die Zeit beschleunigt vor, in der anderen zurück. „Hier können die Besucher erfahren, was es heißt, wenn man aus seinem biologischem Rhythmus gerissen wird, oder die Zeit gar Rückwärts läuft und man nach dem Aufstehen das Feierabendbier trinkt“, erklärte Dombois.

Höhepunkt war die Darstellung der Halbwertszeit eines Cäsium-Atoms im Bezug zur Menschheitsgeschichte. Ein hunderte Meter langes Seil wurde entlang der Straßenbahnhaltestelle gespannt, um zu zeigen, wie lang die Dauer der Endlagerung von Atommüll im Bezug zu unserer Lebenswirklichkeit und geschichtlichen Ereignissen ist.

Hauke Heuer

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