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Kultusministerin Kurth: Lehrer-Warnstreik in Sachsen behindert Start ins Schuljahr

Kultusministerin Kurth: Lehrer-Warnstreik in Sachsen behindert Start ins Schuljahr

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) sieht den für Freitag angekündigten Lehrerwarnstreik zwiespältig. Vor allem ärgere sie, dass gleich zu Beginn des mit enormen Anstrengungen vorbereiteten Schuljahres Unterricht in großen Dimensionen ausfallen werde, sagte sie am Mittwoch in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Dresden.

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Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos).

Quelle: dpa

„Ich habe zwar für das Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer großes Verständnis. Aber nicht dafür, dass gleich tausende Unterrichtsstunden ausfallen.“ Es sei viel Kraft darauf verwendet worden, damit der Schuljahresstart zufriedenstellend verlaufe. Das würden die Gewerkschaften nun torpedieren. Kurth versicherte, dass die Anliegen der Lehrer nicht aus dem Blick verloren würden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW und die im Beamtenbund zusammengeschlossenen Lehrerverbände wollen mit dem Warnstreik Druck machen, damit ein Demografie-Tarifvertrag zustande kommt. Das Ziel: Altersteilzeitregelungen für Lehrer, die zugleich die Einstellung junger Pädagogen ermöglichen. Finanzminister Georg Unland (CDU) hatte solche Verhandlungen mehrfach abgelehnt.

Jenseits des Konfliktes darum betonte Kurth, dass sie sich künftig vor allem für eine gerechte Entlohnung der Lehrer einsetzen wolle. „Da möchte ich besonders die Grundschullehrer ansprechen. Ich möchte Frieden in den Lehrerzimmern. Es sollte keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben“, hob die Ministerin auf die geringere Einstufung von älteren Pädagogen ab, die die Aufbauarbeit in den Schulen nach der Wende geleistet hätten.

„Das Thema muss weiter in der Diskussion bleiben, das liegt eindeutig beim Landtag“, sagte Kurth. Ihrer Kenntnis nach werde in beiden regierungstragenden Fraktionen darüber diskutiert. „Da können wir nicht mehrere Jahre warten.“ Darüber hinaus sei auch über andere Anreize zu reden, um junge Lehrer an Sachsen zu binden: Etwa über Kita-Plätze, Wohnungen, einen Ansiedlungsservice für Rückkehrer oder ein „Starterpaket“ wie in Mecklenburg-Vorpommern, wo junge Lehrer eine einmalige Zuwendung von 2500 Euro bekommen können, wenn sie sich verpflichten, für drei Jahre im Land zu bleiben.

dpa/sn

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