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Krankenkassen: Für viele Sachsen wird es erheblich teurer

Einzig AOK Plus stabil Krankenkassen: Für viele Sachsen wird es erheblich teurer

Zehntausende Sachsen werden in den kommenden Tagen von ihrer Krankenkasse über Beitragserhöhungen informiert. So steigen 2016 der Beitragssatz der Barmer GEK, der DAK und der Techniker Krankenkasse. Die AOK Plus hält dagegen ihren Beitragssatz weiter stabil.

Zehntausende Sachsen werden in den kommenden Tagen von ihrer Krankenkasse über Beitragserhöhungen informiert.

Quelle: dpa

Dresden. Zehntausende Sachsen werden in den kommenden Tagen von ihrer Krankenkasse über Beitragserhöhungen informiert. So steigt der Beitragssatz der Barmer GEK 2016 auf 15,7 Prozent. Der Verwaltungsrat beschloss gestern in Berlin, den Zusatzbeitrag von 0,9 auf 1,1 Prozent anzuheben, was zum Beispiel bei 2500 Euro Einkommen mit fünf Euro im Monat zu Buche schlägt.
Etwa 630.000 Versicherte in Sachsen und Thüringer sind davon betroffen. „Ein Beitragssatz, der nicht über dem Durchschnitt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt, ist ein gutes Signal für unsere Versicherten“, sagte der sächsische Landesgeschäftsführer Paul-Friedrich Loose. „Dass wir unseren Beitragssatz anheben müssen, liegt vor allem an zahlreichen kostentreibenden Gesetzen, die die Ausgaben der Krankenkassen deutlich erhöhen“, ergänzte der thüringische Landesgeschäftsführer Hermann Schmitt. Dazu zählte er unter anderem die Krankenhausreform, das Versorgungsstärkungsgesetz und das Präventionsgesetz.

Die Techniker Krankenkasse hebt ihren Zusatzbeitrag ebenfalls um 0,2 auf ein Prozent an, wodurch der Beitrag auf 15,6 Prozent ansteigt. Als Hauptgründe nannte der sächsische TK-Sprecher Matthias Jakob „gestiegene Kosten für Krankenhausleistungen und Arzneimittel“.

Die AOK Plus hält dagegen ihren Beitragssatz weiter stabil bei 14,9 Prozent. Trotz der seit Jahren steigenden Ausgabenkurve sei der Beitragssatz seriös kalkuliert, betonte Verwaltungsratsvorsitzende Iris Kloppich. „Unsere Beitragszahler profitieren mit dem günstigen Preis eindeutig von unserer finanziellen Stärke“, betonte Kloppich. Mit 2,8 Millionen Versicherten ist fast jeder zweite Sachse und Thüringer bei der AOK. Unternehmenssprecherin Hannelore Strobel bezifferte die Finanzreserven auf rund drei Milliarden Euro.

Die DAK gab die Anhebung des Beitragssatzes auf 16,1 Prozent bekannt, das ist mit 0,6 Prozentpunkten die kräftigste Steigerung.

Wenn Versicherten ihr Zusatzbeitragssatz zu hoch erscheint, können sie von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. „Vor einem Wechsel sollten neben dem Beitragssatz aber auch Zusatzleistungen wie spezielle Zuzahlungen und Bonusmodelle verglichen werden“, rät Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die Grünen warfen Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vor, seine Reformen müssten allein aus den Zusatzbeiträgen der Versicherten getragen werden. Zugleich wird der Ruf nach einer gerechteren Verteilung der Gesundheitskosten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern lauter. Die Bundesregierung lehnte Schritte zur Kostensenkung ab. Die Erhöhungen müssen die Versicherten allein über den Zusatzbeitrag schultern. Die Beiträge werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze fällig, die im kommenden Jahr bei 4237,50 Euro liegt.

Winfried Mahr

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