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Kosten der Kommunen für Sozialbestattungen steigen

3 Millionen Euro Kosten der Kommunen für Sozialbestattungen steigen

Für Begräbnisse mittelloser Verstorbener müssen Sachsens Kommunen immer mehr Geld ausgeben. Die Kosten stiegen laut Statistischem Landesamt von 2,73 Millionen Euro 2012 auf rund 3 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Symbolbild

Quelle: dpa

Dresden. Für Begräbnisse mittelloser Verstorbener müssen Sachsens Kommunen immer mehr Geld ausgeben. Die Kosten stiegen laut Statistischem Landesamt von 2,73 Millionen Euro 2012 auf rund 3 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Wie viele Beerdigungen davon bezahlt wurden, konnten die Statistiker nicht sagen. Informationen lagen dagegen bei der Zahl der Hinterbliebenen vor, denen für die Bestattung finanzielle Hilfe gewährt wurde: Ihre Zahl lag im vergangenen Jahr bei 1760. 2012 waren es noch 1685.

„Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass die Anzahl der Sozialbestattungen zunehmen oder zumindest nicht rückläufig sein wird“, sagte die stellvertretende Sozialamtsleiterin aus Dresden, Gabriela Scholz. „Unserer Erfahrung nach haben die Verstorbenen, für die beim Sozialamt die Kostenübernahme beantragt wird, nur in seltenen Fällen dafür Rücklagen gebildet.“ Das Sozialamt hat ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr 420 477 Euro dafür ausgezahlt.

Bezahlt werden vom Sozialamt demnach unter anderem Kosten für den Sarg, einfachen Grabschmuck, Benutzung einer Feierhalle oder Kapelle, Grabstein, Grabplatte oder Holzkreuz. Das Ordnungsamt recherchiert bei einsam verstorbenen Menschen nach Angehörigen, sichert den Nachlass, die Papiere, Bargeld und Wertgegenstände. Gibt es niemanden, der für die Bestattung aufkommen kann, wird der Tote innerhalb von acht Tagen eingeäschert oder begraben.

Für die Bestatter sind solche Begräbnisse nach eigenen Angaben finanziell schwierig. „Wir warten in solchen Fällen bis zu zwei Jahre auf unser Geld“, klagte der Innungsobermeister der Landesinnung Bestatter Sachsen, Tobias Wenzel. Eigentlich sei per Gesetz geregelt, dass die Kommunen in Vorleistung gehen müssten. „Aber sie halten sich nicht dran.“ Sie prüften immer erst, ob bei den Angehörigen etwas zu holen sei. Und das dauere. Sozialbestattungen machen laut Wenzel etwa fünf bis zehn Prozent des Auftragsvolumens der Bestattungsunternehmen aus.

dpa

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