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Kontrolleure finden Mängel bei Kennzeichnung von Lebensmitteln in Sachsen

Kontrolleure finden Mängel bei Kennzeichnung von Lebensmitteln in Sachsen

Bei Lebensmittelkontrollen sind 2011 in Sachsen etwa 12 Prozent aller Proben beanstandet worden - das war ein Prozentpunkt mehr als im Jahr zuvor. In mehr als zwei Drittel der Fälle (66,8 Prozent) waren Produkte falsch oder nicht ausreichend gekennzeichnet, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Radebeul mit.

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Ein Lebensmittelkontrolleur kontrolliert die Hygiene in einer Imbissbude(Archivfoto).

Quelle: dpa

Zudem wurden bei Hygienekontrollen in der Nahrungsmittelbranche in 6,1 Prozent der Unternehmen erhebliche Mängel festgestellt (2010: 5 Prozent). In der Regel betraf das Defizite bei der Hygieneschulung des Personals, fehlende Dokumentationen oder auch die Qualität der eingesetzten Rohstoffe.

Verbraucherschutzministerin Christine Clauß (CDU) zog insgesamt ein gutes Fazit - gravierende Verstöße mit gesundheitlichen Risiken seien nicht entdeckt worden. Dass man bei mehr als 87.000 Inspektionen nur in 2396 Betrieben fündig wurde, sei eine Beleg für die Gesetzestreue der großen Mehrheit aller Firmen. Die Ministerin sprach sich dafür aus, bei Verstößen Klartext zu reden und Schwarze Schafe beim Namen zu nennen.

2011 wurden im Zusammenhang mit mangelhaften Proben und Betriebskontrollen 60 Strafverfahren eingeleitet. Darüber hinaus gab es 318 Bußgeldverfahren und 1106 Verwarnungen mit Geldauflage. Clauß rief dazu auf, bei den Bemühungen für einen guten Verbraucherschutz nicht nachzulassen. Sachsen sehe hierin eine Priorität und werde auf diesem Sektor in den kommenden Jahren kein Personal abbauen.

Auffällig in der Statistik ist die hohe Beanstandungsrate bei den Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen oder Pflanzenextrakten sowie bei Säuglings- und Kleinkindernahrung. Hier waren mehr als ein Drittel der Proben bei der Kontrolle durchgefallen - vor allem wegen fehlerhafter Kennzeichnung. Nach Angaben des Ministeriums wächst der Markt für diese Produkte immer weiter. Dabei würden mitunter Wirkungen angezeigt, die wissenschaftlich nicht nachweisbar seien.

Ein Problem bleibt auch die fehlende Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, vor allem bei Käse und Schinken. Hier suchten die Kontrolleure von April bis November 2011 insgesamt 233 Betriebe auf - vor allem Imbisse und Gaststätten. 43 Prozent verwendeten Imitate, bei 89 Prozent war das nicht oder nicht ausreichend kenntlich gemacht.

dpa

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