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Köpping warnt Abtreibungsgegner vor Kriminalisierung von Frauen

Vor Demo in Annaberg Köpping warnt Abtreibungsgegner vor Kriminalisierung von Frauen

Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) hat Abtreibungsgegner davor gewarnt, Frauen bei einer Entscheidung gegen das Kind zu kriminalisieren. „Frauen machen sich eine solch schwerwiegende Entscheidung grundsätzlich nicht leicht und tragen sie ein Leben lang mit sich herum“, sagte die Ministerin.

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Quelle: Kempner

Dresden. Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) hat Abtreibungsgegner davor gewarnt, Frauen bei einer Entscheidung gegen das Kind zu kriminalisieren. „Frauen machen sich eine solch schwerwiegende Entscheidung grundsätzlich nicht leicht und tragen sie ein Leben lang mit sich herum“, sagte die Ministerin am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Man müsse aber akzeptieren, dass es in einem aufgeklärten Land die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs nach eingehender Beratung gebe. Wer das infrage stelle, versuche das „Rad der Geschichte“ zurückzudrehen.

Hintergrund von Köppings Äußerungen war eine für Montagabend geplante Demonstration von Abtreibungsgegnern in Annaberg-Buchholz. Der sogenannte „Schweigemarsch für das Leben“ wird von CDU-Mitgliedern organisiert und sollte bereits zum siebten Male stattfinden. Gegen den Marsch wird regelmäßig protestiert. Köpping sieht bei den Organisatoren ein fundamentalistisches Frauen- und Familienbild. Sie verortet es zum Teil bei den gleichen Leuten, die das Frauenbild in Kulturkreisen kritisieren, aus denen Flüchtlinge nach Deutschland kommen.
Eine Belastung für die schwarz-rote Koalition sieht Köpping bei dem Thema aber nicht. Schließlich würden nur einzelne CDU-Mitglieder eine solch rückständige Auffassung vertreten. „Das Recht von Frauen, selbstbestimmt über einen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden, darf nicht eingeschränkt werden“, sagte die Ministerin

Der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer mahnte eine sachliche Diskussion über Abtreibungen an. Angesichts einer hohen Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen sei eine gesellschaftliche Debatte gerechtfertigt, „ob es nicht andere Wege gibt, ob in einem Teil der Fälle die Entscheidung nicht zu leichtfertig, vielleicht auch zu schnell getroffen wird“, erklärte er am Montag in Dresden.

dpa

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