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Knapp eine Million Christen in Sachsen

Zuwachs und Rückgang Knapp eine Million Christen in Sachsen

Die Zahl der Christen in Sachsen sinkt - auch wenn manche Gemeinden wachsen. Im vergangenen Jahr ging ihre Zahl insgesamt weiter zurück, sie sank nach Kirchenangaben vom Freitag um 14.864 auf 942.111 Ende Dezember - durch Tod, Abwanderung oder Austritte unter anderem aus steuerlichen Gründen.

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Die Zahl der sächsischen Christen sinkt zunehmend.

Quelle: Archiv/dpa

Dresden/Görlitz. Die Zahl der Christen in Sachsen sinkt - auch wenn manche Gemeinden wachsen. Im vergangenen Jahr ging ihre Zahl insgesamt weiter zurück, sie sank nach Kirchenangaben vom Freitag um 14.864 auf 942.111 Ende Dezember - durch Tod, Abwanderung oder Austritte unter anderem aus steuerlichen Gründen. Während die evangelische Landeskirche Rückgänge verzeichnete, vermeldeten die beiden katholischen Bistümer 2015 einen leichten Anstieg.

Der bis nach Ostthüringen reichenden Kirchenregion gehörten laut der von der Deutschen Bischofskonferenz (Bonn) veröffentlichten Statistik 142.046 Katholiken und damit 385 Gläubige mehr an als ein Jahr zuvor. Dort traten 1528 Getaufte aus der Kirche aus - 304 weniger als im Jahr zuvor. Wie 2014 gab es 36 Eintritte, die Zahl der Taufen stieg geringfügig um sechs auf 968, die Zahl der Firmungen um 40 auf 841. Zudem gab es 27 Wiederaufnahmen von Gläubigen. Der Anteil der Gottesdienstbesucher blieb mit 18,1 Prozent in etwa gleich.

Auch das Bistum Görlitz gewann 261 Mitglieder. Insgesamt lebten Ende Dezember in der bis Südbrandenburg reichenden ostsächsischen Diözese 28 795 Katholiken. Dabei wurden mit 158 Gläubigen 97 weniger als im Jahr zuvor getauft. Allerdings kehrten mit 208 Christen 36 weniger als 2014 der Kirche den Rücken. Der Anteil der Gottesdienstbesucher lag bei 20,8 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.

Die evangelische Landeskirche indes verlor gut 13.550 Mitglieder und schrumpfte auf 713.648 Gläubige. Als Gründe nannte Sprecher Matthias Oelke die demografische Entwicklung - die Zahl der Sterbefälle ist weiterhin höher als die der Geburten - und die Austritte vor allem aus steuerlichen Gründen. Mit 7700 beendeten 3700 Gläubige weniger die Mitgliedschaft als 2014, rund ein Drittel. „Das ist immer noch ein relativ hohes Niveau“, sagte Oelke. „Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl weiter sinkt.“ Er hofft, dass 2017 wieder der Stand der Jahre vor der Austrittswelle erreicht wird.

Schreiben der Banken über ein ab 2015 verändertes Verfahren zur Abführung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge hatten zu Irritationen und Verunsicherung geführt. In der Regel wollen laut Oelke eher die Jungen die Kirchensteuer sparen, wenn sie in den Beruf gehen.

dpa

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