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Knapp 2000 Bombardier-Beschäftigte in Sachsen protestieren

Gegen Stellenstreichungen Knapp 2000 Bombardier-Beschäftigte in Sachsen protestieren

Knapp 2000 Bombardier-Mitarbeiter in Ostsachsen haben nach Angaben der Gewerkschaft gegen den geplanten Stellenabbau des Zugbauers protestiert. Im Görlitzer Werk sprach Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) vor rund 1000 Menschen.

Mitarbeiter des Zugherstellers Bombardier stehen am 17.03.2016 während einer Kundgebung im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gegen den geplanten Stellenabbau vor dem Bombardier-Werk in Bautzen.

Quelle: dpa

Görlitz/Bautzen . Aus Protest gegen den angekündigten Stellenabbau beim Zughersteller Bombardier haben sich Tausende Mitarbeiter an einem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Allein vor den sächsischen Werken in Görlitz und Bautzen versammelten sich rund 1800 Beschäftigte. In Hennigsdorf (Brandenburg) kamen mehr als 800 Menschen zusammen. „Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze. Bis heute gibt es seitens der Konzernleitung einen nicht nachvollziehbaren Zick-Zack-Kurs, der ideen- und innovationslos erscheint“, sagte Jan Otto von der IG Metall Ostsachsen am Donnerstag. Bombardier will 1430 seiner 10 500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen - davon rund 1200 an seinen drei größten Standorten im Osten.

„Die Belegschaften setzen heute an allen Standorten ein deutliches Zeichen gegen ein Management nach Gutsherrenart“, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Michael Wobst. Stellenabbau oder Produktions- und Kompetenzverlagerungen lösten keines der zweifellos bestehenden Probleme. Der Zughersteller hält bislang trotz wachsenden Widerstands an den Plänen fest und begründet dies mit der nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Zum Protest in mehreren Bundesländern hatten IG Metall und Betriebsräte aufgerufen. Auch in Braunschweig, Frankfurt am Main, Mannheim, Siegen und Kassel gab es Demonstrationen und Proteste. Die Kasseler Belegschaft beteiligte sich aus Angst vor einer Werkschließung mit rund 500 Beschäftigten an dem Aktionstag.

Bombardier will 1430 seiner rund 10 500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.

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Vor dem Görlitzer Werk sprach Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) von einem wichtigen Signal der Belegschaft. Bombardier müsse sich darauf gefasst machen, „dass wir hier unsere sächsischen Standorte verteidigen werden.“ Die Region brauche industrielle Anker. Der Freistaat sei daher im Gespräch mit allen Beteiligten.

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagfraktion, Stephan Kühn, kritisierte die „betriebswirtschaftliche Kurzsichtigkeit“, das Kompetenzzentrum des Schienenfahrzeugbaus in Sachsen trotz voller Auftragsbücher zu schwächen.

Die IG Metall kündigte unterdessen an, Bombardier ein Gegenkonzept zum angekündigten Stellenabbau vorzulegen. „Ich erwarte dann, dass die Geschäftsführung mit uns darüber spricht und auch verhandelt“, erklärte Jan Otto von der IG Metall.

dpa

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