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Kitas wieder betroffen: Neue Warnstreiks auch bei sächsischen Kommunen geplant

Streit um Vorsorge Kitas wieder betroffen: Neue Warnstreiks auch bei sächsischen Kommunen geplant

Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes könnten nach ersten Warnstreiks in Bauhöfen, Ämtern und der Müllabfuhr auch wieder Kitas betroffen sein. Verdi und GEW wollen jetzt den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

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In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind neue Warnstreiks geplant.

Quelle: Dietrich Flechtner/ Archiv

Leipzig. Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes könnten nach ersten Warnstreiks in Bauhöfen, Ämtern und der Müllabfuhr auch wieder Kitas betroffen sein. „Wir betrachten in der Vorbereitung alle Bereiche“, sagte Verdi-Landesbezirksleiter Oliver Greie am Mittwoch in Leipzig. Auch die Kitas seien nun in die Überlegungen eingebunden. „Wir werden noch eine Schippe drauflegen.“ Wann die nächsten Warnstreiks um mehr Geld für die rund 159 000 Beschäftigten von Bund und Kommunen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnen sollen, sagte Greie zunächst nicht.

Bei der ersten Runde hatten die Gewerkschaften die Kitas absichtlich ausgeklammert. Der Hintergrund: Vor nicht einmal einem Jahr hatten monatelange Streiks für eine Aufwertung der Erziehergehälter für eine Belastung von Eltern und Kindern gesorgt. Jetzt wollen Verdi und GEW den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die hatten bei der Tarifrunde in Potsdam am Dienstag nach eigenen Angaben drei Prozent mehr auf zwei Jahre angeboten. Die Arbeitnehmervertreter fordern sechs Prozent mehr auf ein Jahr und begründen das auch mit den jüngsten Rekordeinnamen der öffentlichen Kassen.

Ein weiterer Streitpunkt ist die betriebliche Altersvorsorge. Die Arbeitgeber wollen den Anteil der Beschäftigten einseitig anheben. „So können wir die gleiche Leistung erhalten“, begründete der Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbands Sachsen-Anhalt, Detlev Lehmann. Derzeit stünden die Zusatzkassen dank gebildeter Rücklagen zwar noch gut da. Mit Blick auf die aktuelle Nullzinsphase und die demografische Entwicklung werde das aber nicht so bleiben.

Experten errechneten laut Lehmann für Sachsen-Anhalt, dass für die Erhaltung der Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge mittelfristig 800 000 Euro fehlen. Für Sachsen und Thüringen liegen keine Zahlen vor. Die Entwicklungen sind den Landesverbänden zufolge aber ähnlich. Verdi-Bezirksleiter Greie sprach von „spekulativen Argumenten“. Die nächste Verhandlungsrunde ist Ende April geplant.

dpa

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