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Keine Zwischenfälle: Mahngang-Täterspuren mit weniger Teilnehmern als im vergangenen Jahr

Keine Zwischenfälle: Mahngang-Täterspuren mit weniger Teilnehmern als im vergangenen Jahr

Rund 2000 Menschen haben sich am Freitag am Mahngang Täterspuren beteiligt, um sich kritisch mit der NS-Vergangenheit Dresdens auseinanderzusetzen. „Wir wollen dem unkritischen Gedenken ein kritisches Erinnern entgegenstellen", hatte die Organisatoren des Bündnisses Dresden Nazifrei das Ziel der Aktion im Vorfeld beschrieben.

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Quelle: Stephan Lohse

Die Teilnehmerzahl fiel um mehr als 1000 Personen hinter der des Vorjahres zurück. Wahrscheinlich weil für Freitag keine Demonstration von Rechtsextremen angemeldet war. Teilnehmer der Veranstaltung hatten in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, die Route der Rechten zu blockieren.

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Der Mahngang Täterspuren 2015

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„Wir müssen aufgrund der Rahmenbedingungen zufrieden mit der Resonanz sein. Ich freue mich, dass so viele den Weg auf die Straße gefunden haben", sagte Anmelder Stadtrat Falk Neubert (LINKE) am Rande der Demonstration. Neubert hatte zuletzt bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Politiker wurde wegen der Teilnahme an einer Sitzblockade am 13. Februar 2011 verurteilt. Gegen diese Entscheidung hat er Anfang der Woche eine Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Auch in diesem Jahr wurde der Mahngang von lokaler und bundesdeutscher Politprominenz von Grüne, Linke und SPD unterstützt. Hinter dem Fronttransparent versammelten sich die SPD-Landtagsabgeordnete und Oberbürgermeisterkandidatin Eva-Maria Stange, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Grüne), der Fraktionsvorsitzende der Linken im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, seine Bundesvorsitzende Katja Kipping sowie zahlreiche Abgeordnete aus dem Dresdner Stadtrat.

Die Route des Täterspuren Mahngangs führte von der Lennéstraße rund um das Dynamo-Stadion über den Pirnaischen Platz zum Postplatz und schlussendlich auf den Theaterplatz. Während der Route wurde immer wieder über die Tatorte von NS-Verbrechen in Dresden informiert. Mimen des Schauspielhauses verlasen die Geschichtsberichte. Anschließend schlossen sich die Teilnehmer der Veranstaltung von Lothar König auf dem Schlossplatz an.

Zu Zwischenfällen oder gar Festnahmen kam es während der Demonstration nicht. Lediglich vier bis fünf Neonazis positionierten sich an der Schloßstraße, um die abziehenden Teilnehmer lautstark zu verhöhnen. Die Demonstranten nahmen die Zaungäste teils belustigt, teils irritiert zur Kenntnis.

Hauke Heuer

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