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Kein Schnee weit und breit - Tourismusanbieter suchen Alternativen

Auch für Kunstschnee ist es zu warm Kein Schnee weit und breit - Tourismusanbieter suchen Alternativen

Sommerrodelbahn und Trampolin statt präparierter Skipisten - die Anbieter in Sachsens Wintersportorten greifen wegen des milden Wetters zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Wegen Schneemangels hat im osterzgebirgischen Altenberg die Sommerrodelbahn wieder geöffnet.

Quelle: Archivbild

Altenberg/Eibenstock. Die Tourismusanbieter in den sächsischen Wintersportgebieten satteln wegen des Schneemangels auf Sommeraktivitäten um. Im osterzgebirgischen Altenberg wurde die Sommerrodelbahn wieder geöffnet. Die Skiarena in Eibenstock bietet Fackel- und Kräuterwanderungen an. Am Fichtelberg soll für die Kinder ein Trampolin aufgebaut werden. „Was bleibt uns?“, sagte Michael Uhlmann von der Skiarena-Eibenstock am Samstag. „Wir versuchen, den Urlaubern, die wir hier haben, Alternativen zu bieten.“

Weder im Erzgebirge noch im Vogtland sei es derzeit möglich, die Skihänge mit Kunstschnee zu präparieren. „Wir haben neun Grad. Wir bräuchten mindestens minus vier Grad“, sagte René Lötzsch, Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn. In dieser Saison habe es in Oberwiesenthal erst drei Tage Skibetrieb gegeben. Das war Ende November. „Dann hat uns der Regen alles wieder weggewaschen.“ Frank Mühle von der Skiarena Altenberg sagte, die Sommerrodelbahn werde je nach Witterung von 11 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Es sei nicht das erste Mal, dass er die Sommerrodelbahn im Winter öffne - aber so krass wie dieses Jahr sei die Witterung noch nicht gewesen. Für ihn sei der Winter schon so gut wie gelaufen, sagte Mühle. Das Weihnachtsgeschäft sei wichtig. Wenn da die Gäste ausblieben, lasse sich das kaum aufholen.

Für René Lötzsch ist es dagegen jetzt noch zu früh für eine Bilanz. Die Urlauber hätten ihren Weihnachtsurlaub gebucht und sagten nicht ab. Problematisch werde es, wenn es weiterhin nicht kälter werde und nicht schneie. Dann fehlten die Tagestouristen, die nur zum Skifahren anreisen - und das könne ein Problem werden. In Eibenstock sagte Michael Uhlmann, jammern helfe nichts. Er will die Urlauber unter anderem mit Themenwanderungen unterhalten. „Die Kräuter, die wir im Sommer gesammelt haben, haben wir jetzt in der Flasche“, sagte Uhlmann. Bei einer Kräuterwanderung gebe es für die Teilnehmer nicht nur hochprozentige Kostproben, sondern auch Anekdoten rund um den Schnaps.

Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig sagte, wurden am vierten Advent in Sachsen zehn bis zwölf Grad Celsius erwartet. Dies sei für Mitte Dezember zwar unüblich, aber nicht rekordverdächtig. Unter anderem wurden in den Jahren 1977, 1987 und 2014 auch um einen vierten Advent herum im Südosten bereits Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad gemessen.

dpa

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