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Junge Mediziner würden aufs Land pendeln

Studie der Uni Leipzig Junge Mediziner würden aufs Land pendeln

Sachsen sucht seit Jahren händeringend nach jungen Allgemeinmedizinern, die bereit sind, eine Praxis auf dem Land zu führen. Denn rund ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte plant, demnächst in den Ruhestand zu gehen. Parallel dazu reicht die Zahl der Absolventen, die Allgemeinmediziner werden wollen, nicht aus.


Quelle: dpa-tmn

Leipzig. Sachsen sucht seit Jahren händeringend nach jungen Allgemeinmedizinern, die bereit sind, eine Praxis auf dem Land zu führen. Denn rund ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte plant, demnächst in den Ruhestand zu gehen. Parallel dazu reicht die Zahl der Absolventen, die Allgemeinmediziner werden wollen, nicht aus. Und dies bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung und erhöhtem Bedarf an medizinischer Versorgung bei den Patienten.

Nun jedoch gibt es womöglich einen Silberstreif am Horizont. Eine neue Studie der Medizinischen Fakultät Leipzig kommt zu dem überraschenden Ergebnis: Junge Ärzte leben zwar am liebsten in Großstädten wie Leipzig, Dresden oder Chemnitz – aber sie würden auch pendeln, wenn sie dafür nicht länger als 50 Minuten pro Strecke benötigen würden. „Dadurch könnten in Sachsen viele ländliche Gebiete abgedeckt werden. Doch es gibt nach wie vor weiße Flecken auf der Karte, etwa das Vogtland, die Lausitz oder Nordost-Sachsen“, so Thomas Frese von der Abteilung für Allgemeinmedizin, der an dieser Studie beteiligt war. Wie Stefan Lippmann, Leiter der Abteilung, ergänzt, wurden für die Studie zwischen 2015 und 2016 rund 1100 Medizin-Studenten an den Universitäten Leipzig und Halle sowie an der Berliner Charité im vierten und fünften Studienjahr befragt. Konkretere Ergebnisse sollen nun auf dem European General Practice Research Network (EGPRN), dem Kongress der forschenden Allgemeinmediziner aus ganz Europa, vom 13. bis zum 16. Oktober in Leipzig vorgestellt werden.

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hatte Ende Juli eine drohende hausärztliche Unterversorgung unter anderem für die Planungsbereiche Torgau, Delitzsch, Freital, Meißen, Dippoldiswalde, Großenhain, Zittau und Görlitz festgestellt.

Von Roland Herold

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