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Job-Wechsel von Frank Richter sorgt für Aufsehen

„Ein Fels in der Brandung“ Job-Wechsel von Frank Richter sorgt für Aufsehen

Am Mittwochmorgen war die Nachricht in der Welt, gegen Mittag kam die offizielle Bestätigung: „Der Wunsch von Herrn Richter, sich beruflich zu verändern, wird vom Kultusministerium respektiert“, hieß es. Auch politisch sorgte die Meldung für Aufsehen in Sachsen.

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Frank Richter

Quelle: dpa

Am Mittwochmorgen war die Nachricht in der Welt, gegen Mittag kam die offizielle Bestätigung: „Der Wunsch von Herrn Richter, sich beruflich zu verändern, wird vom Kultusministerium respektiert“, hieß es aus dem Haus von Ressortchefin Brunhild Kurth (CDU). Bei der Neubesetzung des politisch heiklen Postens gehe es nun darum, „einen möglichst großen Kreis geeigneter Kandidaten in die Auswahl einzubeziehen“. Thema der Meldung war der Wechsel des Chefs der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, der den Job, wie berichtet, nach rund acht Jahren verlässt.

Dabei hat Richter bereits ein neues Wirkungsfeld bei der Stiftung Frauenkirche. Er werde dort „einen gut dotierten Posten“ erhalten, hieß es gestern. Die Stiftung bestätigte Gespräche über einen Wechsel. „Wir können uns sehr gut vorstellen, dass Frank Richter eine aktive Rolle in der Stiftung Frauenkirche Dresden übernehmen wird“, sagte Ratsvorsitzender Joachim Hoof. „Er ist eine Persönlichkeit, die durch ihr bisheriges Wirken für Toleranz, friedlichen Dialog und Miteinander steht.“ Dies lasse sich sehr gut mit der Arbeit der Stiftung vereinbaren. Hoof wollte die Personalie erst Ende des Monats präsentieren.

Auch politisch sorgte die Meldung für Aufsehen in Sachsen. Grund ist die Tatsache, dass der 56-Jährige wegen seiner Rolle als Moderator rund um die Pegida-Proteste nicht nur bundesweit bekannt, sondern auch reichlich umstritten ist. Die Kritik entzündete sich nicht zuletzt an seiner Entscheidung, die Landeszentrale für eine Pressekonferenz von Pegida-Chef Lutz Bachmann zu öffnen.

Entsprechend reagierten am Mittwoch die Fraktionen im Landtag auf die brisante Personalie. Voll des Lobes war die CDU. „Frank Richter hat sich als Direktor der Landeszentrale mehr als verdient ge-macht“, sagte der Abgeordnete Oliver Fritzsche. „Vermitteln, im Gespräch bleiben, aber auch klare Haltung für Demokratie und die Werte unserer Gesellschaft zu zeigen, ist sein großer Verdienst.“ Dabei habe sich Richter als „Fels in der Brandung“ erwiesen. Ähnlich der Tenor von Henning Homann von der SPD: „Ich bin mir sicher, dass Frank Richter seine klare Haltung für einen Dialog mit den Menschen auch künftig beibehalten wird.“

Auffallend moderat fiel die Stellungnahme der Linken aus. „Richter ist ein besonders begabter Kommunikator, der keine Scheu vor Brennpunkten zugespitzter gesellschaftlicher Debatten gezeigt hat“, sagte Fraktionschef Rico Gebhardt. Seit 1989 sei er „ein Mann für beherztes Handeln in Ausnahmesituationen“. Kritischer reagierten die Grünen. Dringend notwendig sei es, die Landeszentrale „von der Aufsicht der Staatsregierung zu emanzipieren“, hieß es. Dabei müsse Bildungsarbeit insgesamt neu aufgestellt werden. Schließlich sei der Freistaat in Vergleichsstudien mehrfach auf dem letzten Platz gelandet. Pointiert äußerte sich die AfD. „Unter politischem Dauerbeschuss: Wendeheld Richter verlässt Landeszentrale“, lautete die Mitteilung der Fraktion. Begründung laut Vize Jörg Urban: „Es liegt der Verdacht nahe, dass sich Richter dem politischen Druck seiner zahlreichen intoleranten Gegner – vor allem der Linken, Grünen und SPD – beugen musste.“ Für die Landeszentrale sei Richters Weggang ein großer Verlust.

Jürgen Kochinke

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Neue Tätigkeit
Frank Richter

Es ist das Ende einer Ära: Frank Richter, der „Pegida-Versteher und Chef der Landeszentrale für politische Bildung, wechselt nach fast acht Jahren den Job. Nach Informationen der Dresdner Neuesten Nachrichten soll der 56-Jährige am Ende des Jahres eine Funktion bei der Stiftung Frauenkirche übernehmen.

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