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In Sachsen fehlt es massiv an Schulleitern - Problem könnte sich in Zukunft verschärfen

In Sachsen fehlt es massiv an Schulleitern - Problem könnte sich in Zukunft verschärfen

In Sachsen sind zwei Wochen nach Beginn des Schuljahres noch mindestens 25 Stellen von Schulleitern nicht besetzt. Der Sprecher des Kultusministeriums, Dirk Reelfs, verwies in Dresden aber darauf, dass die Zahl der unbesetzten Chefstellen in den rund 1350 öffentlichen Schulen Sachsens damit stark zurückgegangen ist.

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Symbolbild

Quelle: dpa

So hätten 2012 noch mehr als 100 Schulleiterposten nicht besetzt werden können, im darauffolgenden Jahr waren es 80. 

Der Sächsische Schulleitungsverband beklagte unterdessen, dass es immer schwieriger werde, freie Stellen mit kompetenten und engagierten Schulleitern zu besetzen. „Vor allem Grundschulen sind betroffen“, sagte Verbandsvorsitzende Kerstin Daniel der dpa. Das bestätigten auch die Zahlen des Kultusministeriums. Während an Grundschulen aktuell 16 Stellen unbesetzt sind, ist bei den Gymnasien nur eines betroffen. 

„Oftmals müssen die Leiter benachbarter Schulen die Tätigkeit mit übernehmen“, beklagte Daniel. Denn auf die freien Stellen bewerben sich zu wenig Interessenten. Verschärft werde das Problem auch dadurch, dass einige Schulleiter zum Beispiel an die Sächsischen Bildungsagenturen abgeordnet seien und nun an ihren Bildungseinrichtungen fehlten. Zudem seien auch eine Reihe von Stellvertreterposten nicht besetzt, aktuelle Angaben dazu liegen laut Kultusministerium derzeit aber nicht vor.

Verbandschefin Daniel verlangt als Anreiz für Bewerber, die Attraktivität der Schulleiterstellen müsse erhöht werden. Dazu gehöre unter anderem die Anerkennung eines Berufsbildes Schulleitung. „Die Hauptarbeit eines Schulleiters darf nicht als Nebentätigkeit abqualifiziert werden“, erklärte Daniel. Sie verwies darauf, das zu den Aufgaben eines Schulleiters unter anderem Unterrichts- und Schulentwicklung, Qualitätssicherung, Personalentwicklung und Fortbildungskonzeption gehörten. Und dies in allen Schulen: „Leitungstätigkeit ist nicht abhängig von Schulart und Schulgröße.“

Daniel wies auch darauf hin, dass die sächsische Lehrerschaft langsam überaltere. „Der Altersdurchschnitt liegt meines Wissens inzwischen bei 55 Jahren.“ Auch beim Kultusministerium ist die Rede davon, dass „in den nächsten Jahren immer mehr Lehrkräfte und so auch Schulleiter in den wohlverdienten Ruhestand treten.“ Dann könnte das Problem unbesetzter Leitungsposten erneut schärfere Ausmaße annehmen. Der Sächsische Schulleitungsverband will nach den Worten Daniels zwar erst die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung in Sachsen abwarten, dann aber seine Forderungen dem Kultusministerium erneut vorbringen.

joka

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