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In Sachsen entsteht Allianz für den Leichtbau

Dresden - Chemnitz - Freiberg In Sachsen entsteht Allianz für den Leichtbau

Sachsen will beim Leichtbau in die Weltspitze. Dafür gründen Institute der Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz und der Bergakademie Freiberg eine Allianz. Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) übergab am Dienstag in Freiberg einen Fördermittelbescheid für 2,1 Millionen Euro.

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Sachsen will beim Leichtbau in die Weltspitze

Quelle: dpa

Freiberg. Federleicht und doch stabiler: In Sachsen hat sich eine Allianz für den Leichtbau formiert. Beteiligt sind drei auf diese Zukunftstechnologie spezialisierte Institute der Technischen Universitäten Dresden, Chemnitz und Freiberg (Bergakademie). Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) übergab am Dienstag in Freiberg einen Fördermittelbescheid für 2,1 Millionen Euro. 400 000 Euro zahlt das Land bis 2020 selbst, der Rest stammt aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung.

Im Kern geht es um die Entwicklung sogenannter Hybridstrukturen, die die Eigenschaften von Leichtmetallen wie Magnesium oder Aluminium und Faser-Verbund-Stoffen vereinen. Das Projekt läuft unter dem Titel „hybCrash“ und zielt damit zugleich auf eine Anforderung an neue Materialien. Sie sollen bei einer Crashbelastung widerstandsfähig sein. Im Unterschied zu Hybridstrukturen, wie sie bei Flugzeuge Anwendung finden, wollen die Sachen die Kosten der Herstellung senken und somit eine hochproduktive Serienfertigung ermöglichen.

Die drei beteiligten Universitäten, die bisher an unterschiedlichen Werkstoffen, Strukturen und Technologien forschen, wollen ihre Kompetenzen für eine neue hybride Bauweise zusammenfassen und die entsprechenden Fertigungsverfahren entwickeln. Nach eigenen Angaben ist die Leichtbauallianz in dieser Form bundesweit einmalig. Über ihre genaue Struktur und Rechtsform soll später entschieden werden. In der ersten Phase geht es den Akteuren darum, sich zu vernetzen.

Hubert Jäger, Vorstandssprecher des Institutes für Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden, nannte Beispiele, was mit Leichtbau alles möglich ist. So habe die Einführung der Space Frame Technologie bei Audi das Gewicht des Rahmens um 40 Prozent reduziert. Die Verwendung von Faserverbundwerkstoffen wie Carbon Composites könne noch einmal weitere 15 Prozent bringen. Eine bei einem Helikoptertyp verwendete Fahrgastzelle wiege durch eine Leichtbau- Konstruktion nur noch 90 Kilogramm und nicht mehr wie früher 300.

Einsatzmöglichkeiten sehen die Forscher nicht nur im Fahrzeugbau, der Raum- und Luftfahrt oder bei Booten, Zügen und Landmaschinen. Auch der Anlagenbau und die Medizintechnik könnten davon profitieren, hieß es.

dpa

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